Kurzprofil

Portrait Dr. phil. Waldemar Nowey

Dr. phil. Waldemar Nowey (* 11. März 1927 in Neubäu, Egerland) ist ein deutscher Pädagoge, Bildungsforscher und Schriftsteller.

Nach Anstellungen als Lehrer und Schulleiter in Bayern promovierte er 1964 an der Universität München. Anschließend war er als Ausbildungslehrer an der Pädagogischen Hochschule in Augsburg tätig. Von 1969 bis 1989 führte er Studien für das Kultusministerium Bayern durch. In der Deutschen Nationalbibliothek sind 71 Publikationen unter seinem Namen verzeichnet.

Nowey ist verheiratet und hat zwei inzwischen verheiratete Töchter.

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Aktuelles

Hier berichte ich über stattgefundene, laufend über künftige literarische Neuerscheinungen, Dichterlesungen, Klassentreffen, Arbeitstagungen, Kolloquien, Symposien, Kongresse, Ausstellungen und grenzüberschreitende AEK-Begegnungen in bayerischen und böhmischen Bildungsregionen.

Um 13:00 Uhr tra­fen sich sieb­zig­jäh­ri­ge ehe­ma­li­ge Schüler(innen) mit ihrem 86-jäh­ri­gen ehe­ma­li­gen Ober­leh­rer Wal­de­mar Now­ey in der St.Franziskus-Kirche  in Mering. Im Dank­got­tes­dienst mit Orts­pfar­rer Prof. Dr. Tho­mas Schwartz gedach­ten sie der ver­stor­be­nen Mitschüler(innen) und Lehrer(innen). Frau Christl Gerst­mayr sprach Bitt­ge­be­te. In der Pre­digt erwähn­te der noch jun­ge Geist­li­che auch sei­ne »gleich­alt­ri­ge Mut­ter«. Die Jubi­la­re könn­ten also sei­ne Eltern sein. Er emp­fahl die Home­page www.waldemar-nowey.de: E-Bücher berich­ten auch über die Kriegs­ge­fan­gen­schaft ihres ehe­ma­li­gen Leh­rers.

In der Gast­stät­te Calab­re­se in Mering-St. Afra begrüß­te Klas­sen­spre­cher Johann Ach­mil­ler den ein­zi­gen noch leben­den Klas­sen­leh­rer Now­ey. Er habe im »Tech­ni­schen Zei­chen-Unter­richt« vor­bild­li­che vor­be­ruf­li­che Bil­dungs­ar­beit geleis­tet. Vie­le Klas­sen­ka­me­ra­den wur­den tüch­ti­ge Inge­nieu­re oder Fach­ar­bei­ter. Sie feh­len heu­te euro­pa­weit.

Beim »Klas­sen­tref­fen im Ren­ten­al­ter« wur­de auch viel über »Merin­ger Geschich­te« erzählt. Sie umrahmt sym­bo­lisch das fol­gen­de  Klas­sen­fo­to von »Haus des Bil­des« in der kunst­his­to­risch bedeut­sa­men St. Fran­zis­kus-Kir­che.

17.Internationaler Kon­gress Renova­bis in Frei­sing »Frei und soli­da­risch. Chris­ten in der Ver­ant­wor­tung für Euro­pa«

»Euro­pa­päd­ago­gi­sche Per­spek­ti­ven« im Ple­num und in Arbeits­krei­sen
Die Ple­nar­ver­an­stal­tun­gen tag­ten im Asam­saal in der Innen­stadt. Die Arbeits­krei­se fan­den im Kar­di­nal-Döpf­ner-Haus auf dem Dom­berg statt, wo ich 1951 Päd­ago­gik stu­dier­te und im Asam­saal kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tun­gen besuch­te. Vor 25 Jah­ren fiel der Eiser­ne Vor­hang, auch zwi­schen Bay­ern und dem Eger­land. In den Arbeits­krei­sen »Hei­lung der Erin­ne­run­gen – Zur Not­wen­dig­keit eines ehr­li­chen Umgangs mit der Ver­gan­gen­heit« und »Jugend in Mit­tel- und Ost­eu­ro­pa: Ihre Situa­ti­on ein Vier­tel­jahr­hun­dert nach der »Wen­de« « emp­fahl ich als baye­ri­scher Bil­dungs­for­scher aus dem Eger­land »euro­pa­päd­ago­gi­sche Per­spek­ti­ven«. Ich ver­wies auf mei­ne AEK-Stu­di­en­rei­he »Bil­dungs­re­gio­nen der offe­nen Gren­zen inmit­ten Euro­pas«.

Deutsch-tsche­chi­sche Begeg­nun­gen inmit­ten Euro­pas
Mit Prof.Dr. Jan Sokol von der Pra­ger Karls­uni­ver­si­tät besprach ich das E-Book: »Grenz­über­schrei­ten­de Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis«. Die Tsche­chi­sche Natio­nal­bi­blio­thek www.nkp.cz  besitzt  60 Publi­ka­tio­nen aus der »Now­eya­na-Lite­ra­tur«. Der Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Bernd Pos­selt, Pan­eu­ro­pä­er und Spre­cher der »Sude­ten­deut­schen Lands­mann­schaft« refe­rier­te über einen »neu­en euro­päi­schen Gesell­schafts­ver­trag«.

Christ­li­che Sozi­al­leh­re in der Arbeits­welt und der beruf­li­chen Bil­dungs­ar­beit
Rein­hard Kar­di­nal Marx, Erz­bi­schof von Mün­chen und Frei­sing stell­te »Per­spek­ti­ven für Euro­pa»auf Grund der christ­li­chen Sozi­al­leh­re über­zeu­gend dar. Er war von 1989 bis 1996 Direk­tor des »Sozi­al­in­sti­tuts Kom­men­de Dort­mund«, auch mit den Fach­be­rei­chen »Arbeits­welt und Berufs­be­zo­ge­ne Bil­dung« und von 2002 bis 2007 Bischof von Trier. Das »Baye­ri­sche Staats­in­sti­tut für Bil­dungs­for­schung und Bil­dungs­pla­nung« über­nahm auch Auf­trä­ge des Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums von Rhein­land-Pfalz. Von der 1970 neu gegrün­de­ten Uni­ver­si­tät Trier erhielt ich ein Lehr­stuh­l­an­ge­bot für Berufs­päd­ago­gik. Kar­di­nal Marx kennt mei­ne Bücher »Arbeits­leh­re im deut­schen Schul­sys­tem« und zur »vor­be­ruf­li­chen Bil­dung«. Durch Fach­ar­bei­ter­man­gel in der Euro­päi­schen Uni­on bedingt, gewinnt das »baye­ri­sche dua­le Aus­bil­dungs­sys­tem« wie­der an Bedeu­tung. Kar­di­nal Marx nahm kürz­lich auch an der »Wen­zelswall­fahrt in Böh­men« teil.
 
Grenz­über­schrei­ten­de kirch­li­che Brü­cken­bau­er
Mit dem »Eger­land­bi­schof« Fran­tišek Rad­kovs­ký aus Pil­sen besprach ich in Frei­sing die neue »Nepo­muk­brü­cke« über die Rad­bu­sa in mei­nem unter­ge­gan­ge­nen Geburts­ort Neubäu/Novosedly. Er und sein aus Kladrau stam­men­der Regens­bur­ger Nach­bar­bi­schof Dr. Rudolf Voder­hol­zer sind »grenz­über­schrei­ten­de kirch­li­che Brü­cken­bau­er« in der »Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis«.

Aus­bli­cke für die »euro­päi­sche Inter­net­ge­ne­ra­ti­on«
Der 18.Kongress 2014 wird sich auch mit »christ­li­cher Euro­pa­päd­ago­gik im Inter­net« befas­sen.

Auf Sied­ler­spu­ren im Quell­ge­biet der Rad­bu­sa zur »neu­en Nepo­muk­brü­cke«
In einem Klein­bus fah­re ich mit mei­ner Groß­fa­mi­lie von Mering aus paar- und donau­ab­wärts bis Regens­burg, naab- und schwar­za­ch­auf­wärts bis Wald­mün­chen. Über die Gren­ze errei­chen wir das Quell­ge­biet der Rad­bu­sa im nörd­li­chen Böh­mer­wald des süd­li­chen Eger­lan­des, vom Bai­ri­schen Nord­gau aus besie­delt. Augus­ti­ner­mön­che aus dem bai­ri­schen Schön­thal grün­de­ten das böh­mi­sche Klos­ter Stockau und chris­tia­ni­sier­ten im Kreis Bischoft­e­i­nitz.

Die Piwon­ka fließt über Ron­sperg als Schwarz­bach in die Rad­bu­sa. Auf Schloss Ron­sperg gestal­te­te Johann Pro­koff die Nepo­muk­sta­tue der Pra­ger Karls­brü­cke, war Friedrich/Bedřich Sme­ta­na Musik­leh­rer und wuchs der Pan­eu­ro­pä­er Richard Cou­den­ho­ve-Kal­er­gi auf. Im nahen Schütt­wa wur­de Johan­nes von Schüttwa/Tepl/Saaz gebo­ren, der den »Acker­mann aus Böh­men« schuf.
An der böh­mi­schen Schwar­za­ch­quel­le vor­bei, ent­lang des ehe­ma­li­gen Eiser­nen Vor­han­ges, über die »Nei­der Was­ser­schei­de« und an der Rad­bus­aquel­le vor­bei gelan­gen wir nach Waier/Rybnik. An der »Rind­ler Höhe« ent­steht das EU-geför­der­te Muse­ums­pro­jekt »Unter­ge­gan­ge­nes Rindl« mit Lehr­pfad.
Im jun­gen Rad­busa­tal ent­stan­den einst Glas­hüt­ten­sied­lun­gen. Wir fah­ren durch die »ver­sun­ke­nen Dör­fer« Alt­hüt­ten und Neuhütten/Schwanenbrückl, jetzt Most mit der restau­rier­ten »His­to­ri­schen Brücke/Historickỳ most«. An der »Wüs­tung Neu­bäu­müh­le« bestau­nen wir den neu­en Weg­wei­ser in Tsche­chisch und Deutsch sowie die »Nepo­muk­brü­cken-Bau­stel­le«. Sie­he dazu »Rekon­struk­ti­ons­mo­del­le« in »AEK-Buch­aus­stel­lung beim »Sude­ten­deut­schen Tag 2011««!

Enkel doku­men­tie­ren an der »Neu­bäu­er Höhe« und der Rad­bu­sa ent­lang in Bil­dern
Das »unter­ge­gan­ge­ne Neu­bäu« über­wächst der »Böh­mer­wald«. Auf Area­len des »ver­sun­ke­nen Vater- und Schul­hau­ses« kom­men wir zum Kirch­platz. Dort beten wir vor dem reno­vier­ten Flur­kreuz aus der »Ursied­lung Ham­mers­brunn«, die einst abbrann­te. Ober­pfäl­zi­sche Neu­sied­ler grün­de­ten Neugebäu/Neubau/Neubäu. Von der »Neu­bäu­er Höhe« aus foto­gra­fie­ren mei­ne Enkel über das jun­ge Rad­busa­tal hin­weg das böh­misch-baye­ri­sche Grenz­ge­bir­ge.

Der Rad­bu­sa ent­lang zur Bür­ger­schu­le und Pfarr­kir­che in die Hei­mat­kreis­stadt

Die nord­wärts gerich­te­te Rad­bu­sa umrun­det ehren­voll die »Neu­bäu­er Höhe« zum Bür­ger­schul­ort Wei­ßen­sulz, fließt süd­wärts zur Pfarr­kir­che Hei­li­gen­kreuz, durch die Hei­mat­kreis­stadt Bischoft­e­i­nitz nach Pil­sen, von dort in die Beraun und Mol­dau nach Prag.
Die ers­ten Hei­li­gen­kreu­zer Schloss­her­ren Lamen­din­ger aus dem stift­län­di­schen Alben­reuth (Frais) brach­ten auch aus dem Sechs­ämter­land »Rawat­zer-Sied­ler« mit. Mei­ne müt­ter­li­chen Vor­fah­ren hie­ßen Rebit­zer.

Der »Lob­ko­wit­zer Hor­schau­er Mau­er« ent­lang errei­chen wir Bischofteinitz/Horšovskỳ Tỳn. Das »Schloss Trautt­mans­dorff« prägt die Hei­mat­kreis­stadt, auch eine »kir­chen­ge­schicht­li­che Brü­cken­stadt« zwi­schen Regens­burg und Prag. Der Regens­bur­ger Bischof Wolf­gang aus der Ulrichs­diö­ze­se Augs­burg initi­ier­te das Klos­ter Kladrau und »grün­de­te durch Gebiets­ab­tre­tung« das Bis­tum Prag.
Unweit der Nepo­muk­brü­cke steht das Geburts­haus des berühm­ten Astro­no­men Joseph Johann Lit­trow, Stern­war­te­grün­der in Kasan an der Wol­ga und Pro­fes­sor in Wien an der Donau.

 

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