Kurzprofil

Portrait Dr. phil. Waldemar Nowey

Dr. phil. Waldemar Nowey (* 11. März 1927 in Neubäu, Egerland) ist ein deutscher Pädagoge, Bildungsforscher und Schriftsteller.

Nach Anstellungen als Lehrer und Schulleiter in Bayern promovierte er 1964 an der Universität München. Anschließend war er als Ausbildungslehrer an der Pädagogischen Hochschule in Augsburg tätig. Von 1969 bis 1989 führte er Studien für das Kultusministerium Bayern durch. In der Deutschen Nationalbibliothek sind 71 Publikationen unter seinem Namen verzeichnet.

Nowey ist verheiratet und hat zwei inzwischen verheiratete Töchter.

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Aktuelles

Hier berichte ich über stattgefundene, laufend über künftige literarische Neuerscheinungen, Dichterlesungen, Klassentreffen, Arbeitstagungen, Kolloquien, Symposien, Kongresse, Ausstellungen und grenzüberschreitende AEK-Begegnungen in bayerischen und böhmischen Bildungsregionen.

1991 publi­zier­te ich die Pilot­stu­die »Bil­dungs­re­gi­on der offe­nen Gren­zen inmit­ten Euro­pas« als »Bei­trag eines böh­misch-baye­ri­schen Bil­dungs­for­schers zum frei­en Euro­pa der Regio­nen«, her­aus­ge­ge­ben vom Arbeits­kreis Eger­län­der Kul­tur­schaf­fen­der e.V. - auch Dis­kus­si­ons­ba­sis bei uni­ver­si­tä­ren inter­na­tio­na­len Sym­po­si­en und Kon­gres­sen u.a.:

1994  an der Wirt­schafts­fa­kul­tät Cheb/Eger der Uni­ver­si­tät Plzeň/Pilsen,

1995  im Har­mo­nie­saal bei der Basi­li­ka in Wald­sas­sen,

1996  in der Neubaukirche/Aula der Uni­ver­si­tät Würz­burg.

Als »Grup­pen­lei­ter Eger­län­der Bil­dungs­for­schung« initi­ier­te ich bei den jähr­li­chen »AEK-Begeg­nun­gen« in Bay­ern und Böh­men »Werk­statt­ge­sprä­che« zu den The­men­be­rei­chen »Bil­dung« – »Wirt­schaft« – »Kultur/Kirche«. Als lang­jäh­ri­ger Augs­bur­ger Diö­ze­san­rat und als Mit­glied des Lan­des­ko­mi­tees der Katho­li­ken in Bay­ern ver­öf­fent­lich­te ich Kir­chen­li­te­ra­tur.

 

Renova­bis – von Anfang an dabei

Nach fünf­jäh­ri­ger rus­si­scher Kriegs­ge­fan­gen­schaft stu­dier­te ich 1951 auf dem »Frei­sin­ger Dom­berg« Päd­ago­gik und erleb­te dort auch die Pries­ter­wei­he von Papst Bene­dikt XVI.
Am glei­chen Ort prä­sen­tier­te ich zum »1.Internationalen Kon­gress Renova­bis 1997 – Kir­che in Ost­eu­ro­pa« die Tri­lo­gie der Kirch­lich­keit:  »Her­aus­for­de­run­gen an die Kir­che – Über die Kir­chen­tü­re hin­aus - Glau­be und Kirch­lich­keit«.
Milos­lav Kar­di­nal Vlk, Erz­bi­schof von Prag und Prä­si­dent des Rates der Euro­päi­schen Bischofs­kon­fe­ren­zen refe­rier­te über das Leit­the­ma »Kir­che in Ost­eu­ro­pa: herr­schen oder die­nen?«. Nach Öff­nung der Gren­zen war er Bischof im böh­mi­schen Bud­weis / Čes­ké Budějo­vice, wo er einst Gym­na­si­ast und ich Rekrut in der »Vier­hö­fer­ka­ser­ne« war.
»Bun­des­kanz­ler der Ein­heit« Dr. Hel­mut Kohl wür­dig­te im Gruß­wort den Kon­gress als »ein wich­ti­ges Zei­chen der völ­ker­ver­bin­den­den Kraft christ­li­chen Glau­bens« und einen »bedeut­sa­men Bei­trag zur Gestal­tung eines ver­ein­ten Euro­pa in Frie­den und Frei­heit«.
Der Thü­rin­ger Minis­ter­prä­si­dent Dr. Bern­hard Vogel, von 1972 bis 1976 Prä­si­dent des »Zen­tral­ko­mi­tees der deut­schen Katho­li­ken« erin­ner­te, dass Renova­bis »auf Anre­gung katho­li­scher Lai­en« gegrün­det wur­de. Wir bräuch­ten »Brü­cken zur Ver­stän­di­gung und zum gegen­sei­ti­gen Ver­ständ­nis« und »Part­ner­schaf­ten zwi­schen West und Ost unter Pfarr­ge­mein­den«.
Als Minis­ter für Unter­richt und Minis­ter­prä­si­dent des Lan­des Rhein­land-Pfalz (1976 – 88) hat­te Dr.Vogel auch enge Bezie­hun­gen zum »Baye­ri­schen Staats­in­sti­tut für Bil­dungs­for­schung und Bil­dungs­pla­nung« in Mün­chen. Dort ent­wi­ckel­te ich zur »Gebiets- und Schul­re­form in Bay­ern« wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en über »Bil­dungs­re­gio­nen inmit­ten Euro­pas«.
Schon beim »1. Renova­bis-Kon­gress 1997« reg­te ich »Euro­pa­päd­ago­gi­sche Per­spek­ti­ven in grenz­über­schrei­ten­den Bil­dungs­re­gio­nen« an, die beim »8. Kon­gress 2004: Jugend in Mit­tel- und Ost­eu­ro­pa« aus­führ­lich dis­ku­tiert wur­de.
1997 waren – nach 1. Haupt­ge­schäfts­füh­rer  P. Eugen Hil­len­gass, SJ270 Teilnehmer(innen) aus 18 Län­dern und 2004 schon fast 400 Teilnehmer(innen) aus 25 Län­dern  nach dem  nach­fol­gen­den Haupt­ge­schäfts­füh­rer P. Diet­ger Demuth, CSsR – regis­triert.

Der War­schau­er Prof. Dr. Wla­dys­law Bar­to­szew­ski sprach über »Euro­pas Reich­tum in der Viel­falt«. Ich lern­te ihn schon als Gast­pro­fes­sor in den baye­ri­schen Uni­ver­si­tä­ten Mün­chen, Eich­stätt und Augs­burg ken­nen und als »Euro­pa­päd­ago­ge« schät­zen. Er mein­te: »Je grö­ßer die kul­tu­rel­le, reli­giö­se und eth­ni­sche Ver­schie­den­heit, des­to grö­ßer das Bedürf­nis nach geis­ti­ger Ein­heit«. Beim Auf­bau Euro­pas sei das »Pos­tu­lat der gemein­sa­men Wer­te« unum­gäng­lich, erst recht in der erwei­ter­ten euro­päi­schen Uni­on.
Dazu stell­te ich im »Jugend­work­shop Visi­on Euro­pa« mein E-Book: »Euro­pa­päd­ago­gi­sche Per­spek­ti­ven in grenz­über­schrei­ten­den Bil­dungs­re­gio­nen« vor. In Zusam­men­ar­beit mit dem »Cen­trum für ange­wand­te Poli­tik­for­schung CAP Mün­chen« wur­de die »kul­tu­rel­le Viel­falt in der euro­päi­schen Wer­te­ge­mein­schaft« the­ma­ti­siert. Mei­ne Pilot­stu­die »Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis« kon­kre­ti­siert exem­pla­risch die her­kömm­li­che baye­risch-böh­mi­sche Kul­tur- und Bil­dungs­ge­schich­te mit päd­ago­gi­schen Zukunfts­auf­ga­ben. Über die erfolg­rei­chen grenz­über­schrei­ten­den deutsch-tsche­chi­schen Jugend­aus­tausch­zen­tren »TANDEM« in Regens­burg und Pilsen/Plzeň  wur­de in Arbeits­krei­sen  berich­tet.

Der im nie­der­schle­si­schen Bres­lau gebo­re­ne Erz­bi­schof  von Köln, Joa­chim Kar­di­nal Meis­ner, lud zum »Welt­ju­gend­tag 2005« »in sei­ne Dom­stadt« ein.

 

Jugend­li­che im Osten Euro­pas – wel­che Zukunft ?
Lebens- und Glau­bens­per­spek­ti­ven

Der »19. Inter­na­tio­na­le Kon­gress Renova­bis 2015« knüpf­te the­ma­tisch an den »8. Kon­gress 2004« an. Erheb­li­che Ver­än­de­run­gen in einem Jahr­zehnt wur­den akzen­tu­iert.

Pater Ste­fan Dart­mann SJ war vom 2. Dezem­ber 2010 bis 31. Mai 2015 Renova­bis-Haupt­ge­schäfts­füh­rer und ist jetzt Rek­tor des »Col­le­gi­um Ger­ma­ni­cum et Hun­ga­ri­cum« in Rom. Nach einer Ves­per in der Stadt­pfarr­kir­che St.Georg wur­de er im »Frei­sin­ger Asam­saal« ver­ab­schie­det.
Der kom­misari­sche Haupt­ge­schäfts­füh­rer Dr. Ger­hard Albert begrüß­te  die wie­der­um rund 400 Kongressteilnehmer(innen) aus 30 Län­dern. Der desi­gnier­te Ber­li­ner Erz­bi­schof  Dr. Hei­ner Koch eröff­ne­te den Kon­gress.
Der Vor­sit­zen­de der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz Kar­di­nal Dr. Rain­hard Marx wies im Gruß­wort auf die zen­tra­le Bedeu­tung für die Kir­che hin, »mit Jugend­li­chen dar­über nach­zu­den­ken, was der christ­li­che Glau­be  für das Leben in der heu­ti­gen Zeit bedeu­te«.

Papst Fran­zis­kus rief am 6.Juni 2015 in Sara­je­wo die Jugend im Osten Euro­pas auf: »Ihr habt eine wich­ti­ge Beru­fung: nie­mals Mau­ern zu bau­en, son­dern nur Brü­cken!«
Die »Päd­ago­gik des Paps­tes« wol­le der Jugend Per­spek­ti­ven geben. Dabei sei »der inten­si­ve Dia­log zwi­schen den Gene­ra­tio­nen uner­läss­lich«.

 

Jugend­li­che heu­te

In der Tsche­cho­slo­wa­ki­schen Repu­blik besuch­te ich bis 1938 die Volks­schu­le. Seit 1969 beglei­te­te ich am »Baye­ri­schen Staats­in­sti­tut für Bil­dungs­for­schung und Pla­nung« die »Schul­ju­gend« in Bay­ern in wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­en, auch in Zusam­men­ar­beit mit dem Deut­schen Jugend­in­sti­tut e.V. in Mün­chen, wo jetzt am »Zen­trum für Dau­er­be­ob­ach­tung und Metho­den« die Dipl.-Soziologin Mar­ti­na Gil­le forscht. Ihr Refe­rat »Jugend in Deutsch­land: Lebens­la­gen und Her­aus­for­de­run­gen« sowie der Vor­trag »Jugend und Reli­gio­si­tät: Bei­spiel Slo­wa­kei« von Pater Dr. Tibor Rei­mer SDB, Bra­tis­la­va, war für mich beson­ders inter­es­sant. Jugend­li­che in der Slo­wa­kei bezeich­ne­ten sich durch­aus als reli­gi­ös, »sur­fen aber zwi­schen Lebens­stie­len und Lebens­si­tua­tio­nen«  wie »Wel­len­rei­ter« oder nach dem pol­ni­schen Sozio­lo­gen Syg­munt Bau­mann so genann­te »Spa­zier­gän­ger«, die sich von einer Wel­le zur nächs­ten zap­pel­ten. Christ­li­che Jugend­ar­beit müs­se Ori­en­tie­rungs­hil­fe geben und zur Mit­ar­beit ein­la­den.

Eine Podi­ums­dis­ku­si­on ergab: »Jugend­li­che im Osten Euro­pas zwi­schen Hoff­nung und Resi­gna­ti­on«. Nach einer Stu­die der »Fried­rich-Ebert-Stif­tung« sei­en Jugend­li­che in Alba­ni­en, Her­ze­go­wi­na und  Bul­ga­ri­en auch mit der »Demo­kra­tie« unzu­frie­den und weni­ger bereit, sich in Gesell­schaft, Poli­tik und Kir­che zu enga­gie­ren. Wegen hoher Arbeits­lo­sig­keit wol­len vie­le aus­wan­dern. Die BDKJ-Vor­sit­zen­de Lisi Mai­er wünsch­te eine »soli­da­ri­sche Euro­pa­po­li­tik« mit einer »sozi­al­po­li­ti­schen Dimen­si­on«.

Der desi­gnier­te Ber­li­ner Erz­bi­schof  Dr. Koch for­der­te, »Ent­schei­dun­gen für die Jugend und mit der Jugend wie­der in Prio­ri­tä­ten­set­zun­gen der Poli­tik nach vor­ne rücken«.

Aus Renova­bis-Rück­blick: www.renovabis.de

Wie schon beim 8.Kongress gestal­te­te das »Cen­trum für Ange­wand­te Poli­tik­for­schung (CAP) der Uni­ver­si­tät Mün­chen« einen ganz­tä­gi­gen »Dia­log der Gene­ra­tio­nen« bei­spiel­haft.

Der pol­ni­sche Erz­bi­schof Kar­di­nal Sta­nis­law Dzi­wisz lud zum »Welt­ju­gend­tag 2016« nach Kra­kau ein, wo einst Papst Johan­nes Paul II. für das christ­li­che Euro­pa wirk­te.

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Grenzüberschreitende Geburtsheimat um den Plattenberg Velky - Zvon

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Ein his­to­risch ver­floch­te­nes Grenz­ge­biet inmit­ten Euro­pas

Um den Plat­ten­berg / Vel­ký Zvon lie­gen das »Schön­se­er Land« und die »Neu­bäu­er Höhe«. Er ver­bin­det den Ober­pfäl­zer mit dem Böh­mi­schen Wald / Čes­ký Les. Er war »Haus­berg« mei­nes böh­mi­schen Geburts­or­tes Neu­bäu im Hei­mat­kreis Bischoft­e­i­nitz und ist zen­tra­ler Blick­punkt der »Schön­se­er« und »Stad­ler­nern« im baye­ri­schen Land­kreis Schwan­dorf.

Im »Schön­se­er Land« wech­sel­ten seit Jahr­hun­der­ten baye­ri­sche und böh­mi­sche Lan­des­her­ren. »Rei­chen­stein-Schön­see« unter­stand bis 1805 einer böh­mi­schen Lehens­herr­schaft, die auch den Klein­raum rund um den Plat­ten­berg öko­no­misch und sozio­kul­tu­rell mit­präg­te. Nach den Eisen­ham­mer­wer­ken kamen die Glas­hüt­ten. Neben dem nie­der­ge­brann­ten Glas­schlei­fer­ort »Ham­mers­brunn« wur­de Neu­bäu »neu auf­ge­baut«.

Sie­he: www.germanbohemianheritagesociety.com/our-founders-story (englisch/tschechisch): »Ver­schwun­de­ne Orte und Objek­te«: www.zanikleobce.cz / novo­sed­ly – neu­bau!

Schon als zehn­jäh­ri­ger »Böh­mer­wald­bou« ging ich nach Schön­see mit mei­ner Groß­mut­ter, die dort ihre Klöp­pel­spit­zen ver­kauf­te. Seit 1905 ist die staat­li­che »Schön­se­er Klöp­pel­schu­le« ein regio­na­les Kunst­ge­wer­be­zen­trum. Mein Groß­va­ter fuhr 1940 mit der dama­li­gen »Schön­se­er Bocklbahn« zur Arbeit nach Nab­burg. Auf der ein­ge­eb­ne­ten Tras­se führt der jet­zi­ge »Rad­wan­der­weg« durch das »Schön­se­er Land« – und bei  Stad­lern am »Böh­mer­wald­turm« am Rei­chen­stein vor­bei grenz­ber­schrei­tend in das böh­mi­sche Rad­busa­tal.

Die »Regens­bur­ger Gotik« der Stadt­kir­che von Nab­burg war Vor­bild der Dorf­kir­che in Zet­scho­witz bei Bischoft­e­i­nitz.

 

Beim »Schön­se­er Dop­pel-Nepo­muk«

Angeb­lich schon seit  1799 schaut die »Dop­pel-Sta­tue« des »hei­li­gen Johan­nes aus Pomuk« einer­seits über den böh­mi­schen Plat­ten­berg rad­bu­sa­ab­wärts bis in sei­ne »Pils­ner Geburts­hei­mat«. Ande­rer­seits nach Bay­ern, wie ich glau­be auch naa­b­ab­wärts und paar­auf­wärts in das »Wit­tels­bach­er­land«, in mei­ne »zwei­te Hei­mat«. »Johan­nes von Nepo­muk« ist Patron der Wit­tels­ba­cher und böh­mi­scher Lan­des­pa­tron.

Der »Schön­se­er Dop­pel-Nepo­muk« sym­bo­li­siert nach dem Fall des Eiser­nen Vor­han­ges – auch am Plat­ten­berg / Vel­ký Zvon – nun wie­der eine »grenz­über­schrei­ten­de Bil­dungs­re­gi­on«, die ich wie­der ein­mal mit mei­ner Fami­lie besuch­te. Mei­ne Frau Han­na aus Bay­ern und ich aus Böh­men stel­len beim »Schön­se­er Dop­pel-Nepo­muk«  auch eine »per­so­na­le Bil­dungs­brü­cke« dar. Mein Schü­ler Syl­ves­ter Dosch bewirk­te in Mering an der Paar im »Wit­tels­bach­er­land« eine neue Sta­tue des »Brü­cken­hei­li­gen« aus Böh­men, den »Merin­ger Nepo­muk«.

Bil­der­ga­le­rie: »Schul­stun­de« beim »Dop­pel-Nepo­muk«

 

Im »Cen­trum Bava­ria Bohemia CeBB«

Im »his­to­ri­schen denk­mal­ge­schütz­ten Kom­mun­bräu­haus«, wo einst »Zoigl­bier« gebraut wur­de, wirkt grenz­über­schrei­tend seit 2006 das digi­tal zwei­spra­chig ver­netz­te baye­risch-böh­mi­sche Kul­tur­zen­trum in Schön­see. Unter Lei­tung von Hans Eibau­er, der wie ich »nord­gaui­sche Mut­ter­spra­che« spricht, ent­wi­ckelt das Insti­tut auch »euro­pa­päd­ago­gi­sche Per­spek­ti­ven« in der »ober­pfäl­zisch-eger­län­di­schen Bil­dungs­re­gi­on inmit­ten Euro­pas«. Es ist auch mit www.aek-ev.de / »Eger­län­der Bil­dungs­for­schung« ver­linkt. Ich ver­sprach eine wei­ter­hin gute grenz­über­schrei­ten­de Zusam­men­ar­beit.

2015 fan­den ver­mehrt kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tun­gen in und mit der »euro­päi­schen Kul­tur­haupt­stadt Pilsen/Plzeň« statt. Zwar ende­te das »Pro­jekt 2015« am 30.09.2015. Das CeBB hat aber die »Kul­tur­haupt­stadt wei­ter im Blick« und infor­miert im Inter­net­por­tal www.bbkult.net lau­fend.

Besuch im »grenz­über­schrei­ten­den baye­risch-böh­mi­schen  Kul­tur­zen­trum Schön­see«:

 

Baye­risch-Böh­mi­sche »Pascher- und Freund­schafts­we­ge«

Um den Plat­ten­berg gab es einst vie­le »fried­li­che böh­mi­sche Pascher­we­ge« in das »Schön­se­er Land«. Ein Pascher­ver­ein e.V. erin­nert mit »Schmug­gel­spie­len am Eulen­berg« dar­an. Vor der Ver­trei­bung  tru­gen mei­ne Ange­hö­ri­gen unter Todes­ge­fahr auch mei­ne Bücher, mei­ne Gei­ge und sogar mein Fahr­rad aus Eger über die Gren­ze nach Stad­lern in eine Scheu­ne. Sie sind in der »Schrift- und Sach­gut­samm­lung Now­eya­na« doku­men­tiert, vom Baye­ri­schen Haupt­staats­ar­chiv betreut  und aus dem Inter­net (Goog­le) abruf­bar.

Stad­lern gehört zur Ver­wal­tungs­ge­mein­schaft »Schön­se­er Land«. Über die jun­ge Schwar­zach führt jetzt der »Böh­misch-Baye­ri­sche Freund­schafts-Rad­weg« in das »Rad­bu­sa-Quell­ge­biet«, nach  Ryb­ník / Wai­er,  in das auch das »unter­ge­gan­ge­ne Neu­bäu / Novo­sed­lý« als »zanil­ká obec« ein­ge­mein­det ist. Rad­bu­sa­auf­wärts radeln deut­sche und tsche­chi­sche Jugend­li­che nach Bischoft­e­i­nitz / Horšovs­ký Týn. Als Euro­pä­er besu­chen sie auch das Schloss in Ron­sperg, dem der Pan­eu­ro­pä­er Richard Cou­den­ho­ve-Kal­er­gi ent­stammt.

Auf dem »Böh­misch-Baye­ri­schen Jako­bus­weg« nach Hei­li­gen­kreuz

Vom baye­ri­schen Klos­ter Schön­thal aus wur­de das böh­mi­sche Augus­ti­ner­klos­ter Stockau als Keim­zel­le der Chris­tia­ni­sie­rung mei­nes Hei­mat­krei­ses Bischoft­e­i­nitz  gegrün­det.  Sie­he  dazu »Klos­ter Stockau - ‚Tauf­stein‘ im Rad­bu­sagau« in »Pas­si­on jen­seits des Böh­mer­wal­des«, 1991, Sei­te 330 ff.  .

Von der Hostau­er Jakobs­kir­che aus führt der »Böh­misch-Baye­ri­sche Jakobs­weg« durch mei­ne Hei­mat­pfar­rei Hei­li­gen­kreuz  und  mei­nen  Bür­ger­schul­ort Wei­ßen­sulz über die Til­ly­schan­ze bei Eisen­dorf in das baye­ri­sche Eslarn zur berühm­ten »Akan­thus­kir­che«.

In  »Ober­pfäl­zisch-eger­län­di­sche Bil­dungs­re­gi­on inmit­ten Euro­pas« 2014, Sei­te 49: »Mit der ‚Schmer­zens­mut­ter von Hostau‘ auf dem Jakobs­weg nach Eslarn«! Neu­bäu­er wall­fahr­te­ten auch zur böh­mi­schen »Karl­bach-Kapel­le« am »Jakobs­weg«,  zer­stört und bei Eslarn in Bay­ern »nach­ge­baut«.

Bil­der­ga­le­rie: »Am Böh­misch-Baye­ri­scher Jakobs­weg«

 

Über die neue Rad­bus­abü­cke zum »Neu­bäu­er-Renova­bis­kreuz«

Der Karl­bach mün­det bei Schmolau/Smolov in die Ras­bu­sa, wie auch das Mau­er­bäch­lein , vom Plat­ten­berg her­ab beim Ham­mer­wei­her, in dem ich das Schwim­men lern­te. An der Rad­bu­sa bewun­der­te ich noch eine betrie­be­ne Glas­schlei­fe.

Bei der »unter­ge­gan­ge­nen Stei­ner­müh­le mit Säge­werk« wur­de die »Nepo­muk­brü­cke« erneu­ert. Der Fun­da­ment­stein des Brü­cken­hei­li­gen trägt nun ein eiser­nes Kreuz neben der Brü­cke. Über sie führt ein Weg zur »Neu­bäu­er Höhe«. Auf dem Kir­chen- und Schul­ge­län­de erin­nert das »Neu­bäu­er-Renova­bis­kreuz« an mei­nem »unter­ge­gan­ge­nen Geburts­ort Neu­bäu« der als Novo­sed­lý jetzt zu Ryb­ník nad Radbuzou/Waier an der Rad­bu­sa gehört. Mein Bür­ger­schul­ort Wei­ßen­sulz  nen­nen die Tsche­chen Bělá nad Rad­buz­ou und den Plat­ten­berg Vel­ký  Zvon. Von Schönsee/Dietersdorf nord­öst­lich über  Plat­ten­berg und »Neu­bäu­er Höhe« führt geo­gra­fisch eine schnur­ge­ra­de Luft­li­nie nach Pilsen/Plzeň und Prag/Praha.

Bil­der­ga­le­rie: »Über die Rad­bu­sa zum unter­ge­gan­ge­nen Neu­bäu«

Nach einem Fried­hofs­be­such bei mei­ner Hei­mat­pfar­rei­kir­che Hei­li­gen­kreuz / Ujezd Sva­té­ho Křiže, in der ich getauft und gefirmt wur­de,  fuhr ich mit mei­ner Fami­lie durch das »Schön­se­er Land« in mei­ne »zwei­te Hei­mat«, in das »Wit­tels­bach­er­land« wie­der nach Hau­se – in Erin­ne­rung an den 18. August 2013, als ich »mit Enkeln im Hei­mat­kreis Bischoft­e­i­nitz« unter­wegs war.

Link zum Arti­kel: Mit Enkeln unter­wegs im Hei­mat­kreis Bischoft­e­i­nitz

»Bil­dungs­re­gi­on Land­kreis Cham«, auch eine »grenz­über­schrei­ten­de Bil­dungs­re­gi­on«:
www.bildungsregion-cham.de

Staats­se­kre­tär Georg Eisen­reich vom Staats­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und Kul­tus, Wis­sen­schaft und Kunst über­reich­te am 13. Juli 2015 im Cha­mer »Tech­no­lo­gie-Cam­pus« dem Land­kreis Cham offi­zi­ell das Qua­li­täts­sie­gel »Bil­dungs­re­gi­on in Bay­ern« an Land­rat Franz Löff­ler, Bezirks­tags­prä­si­dent, ehe­ma­li­ger Bür­ger­meis­ter der Grenz­stadt Wald­mün­chen, nahe mei­nes Geburts­or­tes Neu­bäu im Böh­mer­wald (jetzt »unter­ge­gan­ge­nes Dorf« Novo­sed­ly im Čes­ký Les / Böh­mi­scher Wald)  lie­gend.

Die »Bil­dungs­re­gi­on Land­kreis Cham« erfüllt nicht nur die fünf »Kri­te­ri­en-Säu­len« jeder »Bil­dungs­re­gi­on in Bay­ern«, son­dern auch eine sechs­te, als »zukunfts­träch­ti­ge‚ Bil­dungs­brü­cke in das Nach­bar­land Tsche­chi­en« und eine sieb­te, als »welt­of­fe­ne Bil­dungs­re­gi­on für Migran­ten und Zuwan­de­rer«.

Furth im Wald ist Part­ner­stadt  mei­nes Hei­mat­krei­ses Bischofteinitz/Horšovský Týn, jetzt Kreis Domažlice/Taus, kul­tur- und bil­dungs­ge­schicht­lich mit dem böh­mi­schen »Quell­ge­biet der Rad­bu­sa« eng ver­bun­den. Grenz­über­schrei­tend wird die »Bil­dungs­re­gi­on Land­kreis Cham« der Radbusa/Radbuza ent­lang zur und gemein­sam mit der »euro­päi­schen Kul­tur­haupt­stadt 2015 Pilsen/Plzeň« künf­tig  ver­stärkt  auch »bil­dungs­ak­tiv«.

Beim Fest­akt am 13. Juli 2015 im Cha­mer »Tech­no­lo­gie-Cam­pus« war auch die »Abtei­lungs­lei­te­rin für Bil­dung, Jugend, Sport« im  Bezirks­amt der »Regi­on Plzeň/Pilsen«, Dr. Jaros­la­va Hav­lič­ko­vá prä­sent. Sie will vor allem grenz­über­schrei­ten­de Schul­part­ner­schaf­ten för­dern. Auf Ein­la­dung des Pils­ner Regi­ons­prä­si­den­ten Václav Šla­js besuch­te eine ober­pfäl­zi­sche Dele­ga­ti­on unter Regie­rungs­prä­si­dent Axel Bar­telt und Bezirks­tags­prä­si­dent Franz Löff­ler auch die »West­böh­mi­sche Uni­ver­si­tät Pil­sen«. Eine deutsch-tsche­chi­sche »Arbeits­grup­pe für Hoch­schul­bil­dung« wur­de ange­regt.

Zur viel­fäl­ti­gen Koope­ra­ti­on der Uni­ver­si­tä­ten Regens­burg und Plzeň/Pilsen durf­te auch ich schon gleich nach Grenz­öff­nung bei­tra­gen. 1991 publi­zier­te ich die Pilot­stu­die »Bil­dungs­re­gi­on der offe­nen Gren­zen inmit­ten Euro­pas«, The­men­ba­sis für das »AEK-Sym­po­si­um Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis - Sym­po­si­on a vzdělává­ní« am 24./25.10.1994 an der Wirt­schafts­fa­kul­tät Eger/Cheb der Uni­ver­si­tät Pilsen/Plzeň. Die Leh­rer­bil­dungs­an­stalt Eger absol­vier­te ich 1944 mit einem kriegs­be­ding­ten Abschluss als Lehr­amts­an­wär­ter.

1997 führ­te ich den Pils­ner Päd­ago­gen­kol­le­gen Prof. Dr. Tomaš  Jílek zu den Grund­mau­ern mei­ner zer­stör­ten »Neu­bäu­er Volks­schu­le« und zeig­te ihm den Weg zu mei­ner Bür­ger­schu­le in Weißensulz/Běla nad Rad­buz­ou. 1998 fand in sei­nem Fakul­täts­ge­bäu­de in Waier/Rýbnik nad Rad­buz­ou ein Semi­nar zur »Eger­län­der Bil­dungs­for­schung« statt. »Ein tsche­chi­scher und ein deut­scher Päd­ago­ge« besuch­ten die »Neu­bäu­er Höhe« und den »geöff­ne­ten Eiser­nen Vor­hang« um den Plat­ten­berg (Vel­ký Zvon). Ein Bild­be­richt ist in »Aka­de­mie Eure­gio Egren­sis - Grün­dungs­the­sen, Inhalts­kon­zep­te, Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren«, 1997, auf den Sei­ten 67 ff. ver­öf­fent­licht. Sie­he auch die Publi­ka­tio­nen »Auf Frie­dens­su­che in der Hei­mat - Ein Tsche­che in  und ein Deut­scher  aus  einem, ver­son­ne­nem Land«, 1988 (Tri­lo­gie des Tsche­chen Ladis­lav Steh­lik: »Země Zamyṥ­lená« und mei­ne Essays in »Pas­si­on jen­seits des Böh­mer­wal­des im süd­li­chen Eger­land - der Kreis Bischoft­e­i­nitz«, 1991 ).

Die »AEK-Stu­di­en­rei­he Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis« doku­men­tiert auch die jähr­li­chen »uni­ver­si­tä­ren Sym­po­si­en und AEK-Begeg­nun­gen«, die »Bil­dungs­brü­cken der Her­kunft und Hin­kunft« the­ma­ti­sie­ren. Auch die grenz­über­schrei­ten­den Kul­tur- und Bil­dungs­ak­ti­vi­tä­ten des »Zen­trums Bava­ria Bohemia (CeBB)« in Schön­see  sind  zukunfts­wei­send. Die Home­page www.bbkult.net ist welt­weit und ins­be­son­de­re mit tsche­chi­schen Kul­tur­schaf­fen­den inmit­ten Euro­pas ver­linkt. Der Link zu www.waldemar-nowey.de ver­mit­telt auch über www.mering.de oder/und »Goog­le« den Zugang zur »Now­eya­na-Lite­ra­tur« aus »30 Jah­ren Baye­ri­scher und 20 Jah­ren Böh­mi­scher Bil­dungs­for­schung« sowie zu Publi­ka­tio­nen mit »euro­pa­päd­ago­gi­schen Per­spek­ti­ven in grenz­über­schrei­ten­den Bil­dungs­re­gio­nen«.

 

Land­kreis Cham schon 1972 ein Pilot­pro­jekt der Gebiets- und Schul­re­form in Bay­ern

Am »Baye­ri­schen Staats­in­sti­tuts für Bil­dungs­for­schung und Bil­dungs­pla­nung« beglei­te­te ich die Ent­wick­lung der Volks­schulober­stu­fe (Dis­ser­ta­ti­on LMU Mün­chen 1965) zur Haupt­schu­le  im all­ge­mei­nen und beruf­li­chen Bil­dungs­sys­tem seit 1969 (»Modell­haupt­schu­len in Bay­ern«, 1972, seit 2012 »Mit­tel­schu­le«) wis­sen­schaft­lich. Dabei konn­te ich auch mei­ne Erfah­run­gen an der Bür­ger­schu­le in Wei­ßen­sulz und an der Leh­rer­bil­dungs­an­stalt Eger ein­brin­gen.

Für den neu­en »Groß­kreis Cham« ent­stand eine vor­bild­li­che Schul­ent­wick­lungs­pla­nung, die die klein­räum­li­chen sozio­öko­no­mi­schen Bedin­gungs­fak­to­ren des Bil­dungs­ver­hal­tens bei­spiel­haft  berück­sich­tig­te. Der »Sozio­öko­no­mi­sche Berufs- und Bil­dungs­struk­tur- Index (SBBS-Index)« erklärt die Über­tritts­quo­ten in wei­ter­füh­ren­de Wahl­schu­len als »Indi­ka­to­ren des regio­na­len Bil­dungs­ver­hal­tens« in 330 Erhe­bungs­be­rei­chen Bay­erns hoch signi­fi­kant.

Nach Öff­nung der Gren­zen publi­zier­te ich 1991 »Klein­räum­li­ches Bil­dungs­ver­hal­ten und regio­na­le Bedin­gungs­fak­to­ren in der Eure­gio Egren­sis«.

Als baye­risch-böh­mi­scher Bil­dungs­for­scher gra­tu­lie­re ich zur »Qua­li­täts­sie­gel­ver­lei­hung Bil­dungs­re­gi­on in Bay­ern 2015« und wün­sche vor allem den Schul­part­ner­schaf­ten in der grenz­über­schrei­ten­den »Bil­dungs­re­gi­on  Land­kreis Cham« / www.bildungsregion-cham.de  viel Erfolg!

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