Am 22.Oktober 2011 nahm ich an der Erz­ge­birgs­fahrt der Egha­lan­da Gmoin nach Sankt Joa­chims­thal /Jáchimov teil. Die­ser Radi­um-Kur­ort liegt an der Stra­ße nach Gottesgab/Boži Dar, wo der »Fei­er­abend­lied­dich­ter« Anton Gün­ther begra­ben ist. Nach dem Got­tes­dienst in der Kreuz­kir­che besuch­ten wir das Berg­bau­mu­se­um, wo 1538 erst­mals der »sil­ber­ne Joa­chimstha­ler«, der »Tha­ler«, geprägt wur­de, von dem sich auch der Name Dol­lar ablei­tet.

Marie Curie ent­deck­te hier im Uran­erz Radi­um. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg wur­de in Joa­chimstha­ler Schäch­ten für die rus­si­sche Atom­in­dus­trie mas­siv Uran abge­baut Auch deut­sche Kriegs­ge­fan­ge­ne waren im Ein­satz. Vie­le star­ben. Als Spät­heim­keh­rer aus fünf­jäh­ri­ger rus­si­scher Kriegs­ge­fan­gen­schaft in kau­ka­si­schen Lagern ste­he ich mit mei­ner Frau Han­na tief betrof­fen vor dem Modell eines deut­schen Kriegs­ge­fan­ge­nen­la­gers in Joachimsthal/Jáchimov.