Reli­giö­se Aspek­te der Geschich­te Böh­mens und Mäh­rens“

war Mot­to der dies­jäh­ri­gen Fach­ar­beits­ta­gung vom 26. bis 28.September 2014. Etwa hun­dert Leiter(innen) und Betreuer(innen) von Muse­en, Schrift­gut- und Sach­gut­samm­lun­gen dis­ku­tier­ten mit kom­pe­ten­ten Refe­ren­ten, wie Kul­tur­gut im digi­ta­len Medi­en­zeit­al­ter opti­mal erhal­ten und nach­hal­tig kom­mu­ni­ziert wer­den kann.

Nach „Öff­nung der Gren­zen“ erweist sich das Kul­tur­gut der ver­trie­be­nen Sude­ten­deut­schen auch als ein reli­gi­ös fun­dier­ter Bau­stein in der Wer­te­ge­mein­schaft des ver­ein­ten Euro­pas. Die christ­li­che Archi­tek­tur Euro­pas wur­de in Böh­men und Mäh­ren kul­tu­rell, aber auch leid­voll durch krie­ge­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zun­gen ent­schei­dend vor­ge­prägt. Dar­auf ver­wie­sen Vor­trä­ge von Dr.Thomas Krzenck über „Anspruch und Wirk­lich­keit der hus­si­ti­schen Revo­lu­ti­on“ und Dr.Michael Hen­ker über die „kon­fes­sio­nel­len Ver­hält­nis­se in Böh­men zur Zeit des 30-jäh­ri­gen Krie­ges“. Die über­zeu­gen­de Dar­stel­lung des „pfäl­zi­schen Win­ter­kö­nigs“ erklär­te exem­pla­risch auch die christ­lich-kul­tu­rel­le Ent­wick­lung in der Ober­pfalz und im Eger­land. Seit dem „Bai­ri­schen Nord­gau“ ent­wi­ckel­te sich grenz­über­schrei­tend eine „Ober­pfäl­zisch-eger­län­di­sche Bil­dungs­re­gi­on inmit­ten Euro­pas“. Mein gleich­na­mi­ges E-Book ist voll­in­halt­lich und kos­ten­los nach einem Klick auf das Buch­ti­tel­bild (sie­he Bil­der­ga­le­rie unten!) abruf- und/oder aus­druck­bar.

 

Reli­gi­on und reli­giö­se Prak­ti­ken“ im „Sude­ten­deut­sche Muse­um“ in Mün­chen

ver­sprach die Grün­dungs­be­auf­trag­te Dr. Eli­sa­beth Fendl. Hier­zu bear­bei­tet Ingrid Sau­er M.A. vom Baye­ri­schen Haupt­staats­ar­chiv „Quel­len zur Reli­gi­ons- und Kir­chen­ge­schich­te des Sude­ten­deut­schen Archivs“. Sie betreut auch die „Schrift­gut­samm­lung Now­eya­na“ mit umfang­rei­cher Kir­chen­li­te­ra­tur, z.B. „Tri­lo­gie der Kirch­lich­keit“ oder „Grenz­über­schrei­ten­de Wahl­fahr­ten in der Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis“.

Eva Kuže­lo­vá vom „Jüdi­schen Muse­um Prag“ stell­te das Pro­jekt „Die ver­schwun­de­nen Nach­barn“ vor und Chris­ti­na Mei­nusch unter­rich­te­te über „Zeug­nis­se der Reli­giö­si­tät im Brau­nau­er Hei­mat­mu­se­um Forch­heim“. Hei­mat­kreis-Home­pages ver­mit­teln anschau­lich auch Kir­chen­ge­schich­te im Sude­ten­land, z.B, im „Kuh­länd­chen“ (Dr.Dieter Bru­der) oder www.nordboehmen.de (Rein­hil­de Sta­del­mann).

 

Exkur­si­on zum Vogt­land­mu­se­um in Hof

Nach fach­li­cher Ein­füh­rung coram publi­co foto­gra­fier­te Muse­ums­lei­te­rin San­dra Kast­ner M.A. das Modell­do­ku­ment des „Spät­heim­keh­rer-Durch­gangs­la­gers Hof-Moschen­dorf“ für die­sen Inter­net­be­richt. Nach fast fünf­jäh­ri­ger rus­si­scher Kriegs­ge­fan­gen­schaft wur­de ich in „Hof-Moschen­dorf“ vom 2. bis 5.Januar 1950 unter­sucht, betreut und „in die Frei­heit zu mei­ner aus dem Eger­land ver­trie­be­nen Fami­lie in den Frei­staat Bay­ern ent­las­sen“.

Das vogt­län­di­sche Hof gehör­te zur „Regio Ege­re“. Als baye­ri­scher Bil­dungs­for­scher aus dem Eger­land publi­zier­te ich 1991 die Pilot­stu­die: “Bil­dungs­re­gi­on der offe­nen Gren­zen inmit­ten Euro­pas - Klein­räum­li­ches Bil­dungs­ver­hal­ten und regio­na­le Bedin­gungs­fak­to­ren in der ‚Eure­gio Egren­sis‘ “. Die­se Publi­ka­ti­on und wei­te­re aus­ge­wähl­te Bücher aus mei­ner Stu­di­en­rei­he „Bil­dungs­re­gio­nen der offe­nen Gren­zen“ des „Arbeits­krei­ses Eger­län­der Kul­tur­schaf­fen­der AEK e.V.“ schenk­te ich dem „Baye­ri­schen Vogt­land­mu­se­um Hof in der Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis“. „Noweyana“-Literatur liegt in deut­schen und tsche­chi­schen Natio­nal-. Uni­ver­si­täts- und Hei­mat­bi­blio­the­ken auf.

 

Klaus Mohr, M.A. publi­zier­te einen ganz­sei­ti­gen illus­trier­ten Bericht über die­se her­vor­ra­gen­de 44. Fach­ar­beits­ta­gung in der Sude­ten­deut­schen Zei­tung, Fol­ge 4110.10.2014, auf Sei­te 8 .