Die „Fried­ber­ger All­ge­mei­ne“ berich­te­te am Mitt­woch, 7. Novem­ber 2018, Sei­te 2, über das „70er-Klas­sen­tref­fen in Mering“:

Vor der Gebiets- und Schul­re­form 1972
Von 1955 bis 1960 war ich Leh­rer, bis 1966 Ober­leh­rer an der Kna­ben­volks­schu­le Mering. Die nun sieb­zig­jäh­ri­gen ehe­ma­li­gen Schü­ler des Geburts­jahr­gan­ges 1948 führ­te ich als Klas­sen­leh­rer von der 2. über die 4./ 6./ 7. Jahr­gangs­stu­fen in die abschlie­ßen­de 8. Jahr­gangs­stu­fe.

Als Klas­sen­leh­rer der 8. Jahr­gangs­stu­fe absol­vier­te ich auch ein Pro­mo­ti­ons­stu­di­um von 1960 bis 1965 an der LMU Mün­chen. Mei­ne „Merin­ger Acht­kläss­ler“ unter­stütz­ten mei­ne Uni­ver­si­täts­stu­di­en und hal­fen begeis­tert bei mei­ner Dis­ser­ta­ti­on: „Pro­ble­me und Mög­lich­kei­ten der Volks­schul­ober­stu­fe im tech­ni­schen Zeit­al­ter“.

Zu mei­nem 90. Geburts­tag besuch­ten die Klas­sen­spre­cher Hafen­rich­ter und Ollrom - jetzt pen­sio­nier­te Inge­nieu­re - das „For­schungs­in­sti­tut Now­eya­na“ und betrach­te­ten die Dok­tor­ar­beit ihres ehe­ma­li­gen Ober­leh­rers nach­denk­lich (Link zum Bei­trag vom 17. März 2017). Sie war eine Vor­lauf­stu­die zur Ent­wick­lung der „Modell­haupt­schu­len in Bay­ern“ am Staats­in­sti­tut für Bil­dungs­for­schung und Bil­dungs­pla­nung zur Gebiets- und Schul­re­form 1972.

Eine Schü­ler- und eine Leh­rer­ge­nera­ti­on der Nach­kriegs­zeit
1948 - im Geburts­jahr mei­ner Schü­ler - wur­de ich vom „Such­dienst des Baye­ri­schen Roten Kreu­zes“ als Kriegs­ge­fan­ge­ner im Kau­ka­sus gefun­den. Dar­an dach­te ich auch beim Dank­got­tes­dienst in der reno­vier­ten baro­cken St. Fran­zis­kus-Kapel­le mit dem Pal­lot­ti­ner­pa­ter Wil­fried Kunz, der sei­nen 75.Geburtstag fei­er­te.

Eine Erleb­nis- und eine Enkel­ge­nera­ti­on
Ich dank­te auch dafür, dass ich als „Spät­heim­keh­rer“ einst „Nach­kriegs­schü­ler“ unter­rich­ten und erzie­hen durf­te. Als ein über­le­ben­der Zeit­zeu­ge über­mit­tel­te ich Ihnen ver­ant­wor­tungs­voll Zeit­ge­schich­te.

Euro­pa­päd­ago­gi­sche Per­spek­ti­ven für die Inter­net­ge­nera­ti­on
Über mei­ne Home­page www.waldemar-nowey.de errei­chen mei­ne Erleb­nis­be­rich­te und E-Books auch wei­ter­hin die „euro­päi­sche Enkel­ge­nera­ti­on“. In „grenz­über­schrei­ten­den Bil­dungs­re­gio­nen“ bewir­ken sie frie­den­stif­ten­de Euro­pa­päd­ago­gik.

Geden­ken an die ver­stor­be­nen Schüler(innen) und Lehrer(innen)
Gemein­sam mit den ehe­ma­li­gen Schü­le­rin­nen der 8. Mäd­chen­klas­se und ihrer ehe­ma­li­gen Leh­re­rin Maria Kret­sch­mer gedach­ten wir der inzwi­schen ver­stor­be­nen Mitschüler(innen) und Lehrer(innen). Wir bete­ten für sie.

Erin­ne­run­gen an die gemein­sa­me Schul­zeit
Beim gemüt­li­chen Zusam­men­sein im „Restau­rant Schlos­ser­wirt“ erin­ner­ten ehe­ma­li­ge Schü­ler auch an mei­ne „Leh­rer­wirk­sam­keit“: Sie refe­rier­ten über mei­ne Erleb­nis­be­rich­te aus rus­si­scher Kriegs­ge­fan­gen­schaft, die u.a. im E-Book: „Jugend zwi­schen Krieg und Frie­den“ aus www.mering.de abruf- und / oder aus­druck­bar sind.

Zur vor­be­ruf­li­chen Bil­dungs­ar­beit wur­de auch über Arbeits­leh­re und Werk­un­ter­richt - ins­be­son­de­re über den „Segel­flug­mo­dell­bau“ - begeis­tert berich­tet.

Zur Poli­ti­schen Bil­dung blieb der „Schü­ler­wett­be­werb 1962“ des Baye­ri­schen Land­ta­ges und der Poli­ti­schen Aka­de­mie Tutz­ing nicht ver­ges­sen: „Wie Volks­ver­tre­ter für unse­re Hei­mat­ge­mein­de tätig sind“ ( sie­he fol­gen­de Urkun­de ).

Bil­dungs­we­ge und Berufs­lauf­bah­nen
Zur spä­ten Stun­de las ich aus mei­nem „Noten­büch­lein“ die Namen aller anwe­sen­den ehe­ma­li­gen Schü­ler vor. Ich frag­te die jet­zi­gen „Pen­sio­nis­ten“ und „Rent­ner“ nach ihren aus­ge­üb­ten Beru­fen: Auf dem Zwei­ten Bil­dungs­weg wur­den auch aka­de­mi­sche Beru­fe erreicht (z.B. : Apo­the­ker, Gym­na­si­al­leh­rer).

Wün­sche und Geschen­ke zum Abschied
Von allen anwe­sen­den „Buben“ und „Mäd­chen“ ver­ab­schie­de­te ich mich ein­zeln, dank­te auch für die Geschen­ke mit bes­ten Wün­schen für die Zukunft.

Beson­de­rer Dank für den Got­tes­dienst:
Ich dank­te Herrn Pater Wil­fried Kunz für die ein­drucks­vol­le Got­tes­dienst­ge­stal­tung herz­lich. Er stammt aus dem Schwarz­wald. Daher über­reich­te ich ihm das Buch: „Ein selt­sa­mes Hei­ma­t­er­leb­nis - Im Schwarz­wald nie­der­ge­schrie­ben“.