Kurzprofil

Portrait Dr. phil. Waldemar Nowey

Dr. phil. Waldemar Nowey (* 11. März 1927 in Neubäu, Egerland) ist ein deutscher Pädagoge, Bildungsforscher und Schriftsteller.

Nach Anstellungen als Lehrer und Schulleiter in Bayern promovierte er 1964 an der Universität München. Anschließend war er als Ausbildungslehrer an der Pädagogischen Hochschule in Augsburg tätig. Von 1969 bis 1989 führte er Studien für das Kultusministerium Bayern durch. In der Deutschen Nationalbibliothek sind 71 Publikationen unter seinem Namen verzeichnet.

Nowey ist verheiratet und hat zwei inzwischen verheiratete Töchter.

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Aktuelles

Hier berichte ich über stattgefundene, laufend über künftige literarische Neuerscheinungen, Dichterlesungen, Klassentreffen, Arbeitstagungen, Kolloquien, Symposien, Kongresse, Ausstellungen und grenzüberschreitende AEK-Begegnungen in bayerischen und böhmischen Bildungsregionen.

Bil­dungs­re­gi­on der offe­nen Gren­zen inmit­ten Euro­pas:
Zur Grenz­öff­nung vor 30 Jah­ren refe­rier­te ich dazu bei der „AEK-Begeg­nung“ des „Arbeits­krei­ses Eger­län­der Kul­tur­schaf­fen­der AEK - e.V.“ in Markt­red­witz: Mein „ers­ter Bei­trag als „böh­misch-baye­ri­scher Bil­dungs­for­scher“ zum frei­en Euro­pa der Regio­nen“:
„Klein­räum­li­ches Bil­dungs­ver­hal­ten und regio­na­le Bedin­gungs­fak­to­ren in der ‚EUREGIO EGRENSIS‘“, 1991 als Pilot­stu­die einer „Stu­di­en­rei­he erschie­nen und auch beim Sym­po­si­on an der Wirt­schafts­fa­kul­tät der Uni­ver­si­tät Pilsen/Plzeň in Eger/Cheb am 24./25.10.1994 thematisiert. 

In 30 Jah­ren publi­zier­te ich die AEK-Stu­di­en­rei­he „Grenz­über­schrei­ten­de Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis“. Sie doku­men­tiert vie­le AEK-Semi­na­re der „Arbeits­grup­pe Eger­län­der Bil­dungs­for­schung“, auch in Hof, in Franzensbad/Františkovy Láz­nĕ, bei uni­ver­si­tä­ren Kol­lo­qui­en an der Wirt­schafts­fa­kul­tät der Uni­ver­si­tät Pilsen/Plzeň in Eger/Cheb und im Har­mo­nie­saal bei der Basi­li­ka in Waldsassen.

Das ober­frän­ki­sche Hof im „bai­ri­schen Vogt­land“, das ober­pfäl­zi­sche Wald­sas­sen im „Stift­land“, der „böh­misch-habs­bur­gi­sche Welt­kur­ort“ Fran­zens­bad und die einst „freie Reichs­stadt“ Eger gehö­ren zur „his­to­ri­schen Regio Ege­re“ und sind auch das „Herz der grenz­über­schrei­ten­den Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis“ .
In die­sen vier Städ­ten fan­den vom 17. mit 19. Juli 2020 auch die „46. Pan­eu­ro­pa­ta­ge“ der „Pan­eu­ro­pa-Uni­on Deutsch­land e.V.“ mit „Pan­eu­ro­pa-Uni­on in der Tsche­chi­schen Repu­blik“ statt.

Die „Pan­eu­ro­pa-Bewe­gung“ ent­stand 1922 durch Richard Niko­laus Cou­den­ho­ve-Kal­er­gi (1894 – 1972), der im elter­li­chen Schloss in Ron­sperg, in mei­nem Hei­mat­kreis Bischoft­e­i­nitz im süd­li­chen Eger­land, auf­wuchs:
1923 erschien sein pro­gram­ma­ti­sches Buch „Pan-Euro­pa“ und 1924 grün­de­te er die „Pan­eu­ro­pa-Uni­on“. Er erhielt 1950 den „ers­ten Euro­päi­schen Karls­preis“. Durch ihn wur­de 1955 Schil­lers „Ode an die Freu­de“ - von Beet­ho­ven ver­tont - zur „Euro­pa­hym­ne“, seit 1985 auch „Hym­ne der Euro­päi­schen Uni­on“.
Sei­ne Schwes­ter Ida Frie­de­ri­ke Gör­res (1901−1971) war eine christ­li­che Schrift­stel­le­rin. Sie ver­öf­fent­lich­te 1945: „Von der Hei­mat­lo­sig­keit“. Nach der Ver­trei­bung 1946 ver­fiel „Schloss Ron­sperg“. Die „Pan­eu­ro­pa-Uni­on“ bemüht sich um die Sanie­rung des „Ron­sper­ger Schlos­ses“, dem ihr Grün­der ent­stammt. Im nahen Schütt­wa wur­de 2020 dem dort gebo­re­nen Dich­ter des „Acker­mann aus Böh­men“: Johan­nes von Schüttwa/Tepl/Saaz ein Denk­mal gesetzt.


Spät­heim­keh­rer­la­ger Hof-Moschen­dorf 1950 – Frei­heits­hal­le in Hof 2020:
Vor 70 Jah­ren wur­de ich 1950 als Spät­heim­keh­rer aus fünf­jäh­ri­ger rus­si­scher Kriegs­ge­fan­gen­schaft in Trans­kau­ka­si­en im „Spät­heim­keh­rer­la­ger Hof-Moschen­dorf“ in den Frei­staat Bay­ern „ent­las­sen“. Ich kehr­te zu mei­ner aus dem Eger­land ver­trie­be­nen Fami­lie in den Kreis Aich­ach-Fried­berg - in die „Bil­dungs­re­gi­on Wit­tels­bach­er­land“ - heim.
Dar­an erin­ner­te ich am 26.09.2014 auch bei der Exkur­si­on der „Arbeits­ge­mein­schaft für kul­tu­rel­le Hei­mat­samm­lun­gen (ArGe)“ im Vogt­land­mu­se­um in Hof. (Link zu „Aktu­el­les“ 26. Sep­tem­ber 2014). An „mein Spät­heim­keh­rer­la­ger“ erin­nert ein Denk­mal vor Ort. Die Lei­te­rin des „Hofer Vogt­land-Muse­ums“ San­dra Kas­t­ner M.A. zeig­te mir „Model­le und Doku­men­te“. Ich über­reich­te „Now­eya­na-Lite­ra­tur“ für das Museumsarchiv:

Hof - ein Tor der Frei­heit“: vor 70 Jah­ren für mich als Spät­heim­keh­rer - und vor 30 Jah­ren: für tau­sen­de Men­schen aus der DDR.

2020 in der Frei­heits­hal­le in Hof: „Euro­pa ist älter als der Natio­nal­staat“ titel­te die „Sude­ten­deut­sche Zei­tung / SdZ “ am 24. Juli 2020, auf der ers­ten Sei­te:
Der Prä­si­dent der „Pan­eu­ro­pa-Uni­on Deutsch­land“ Dr.h.c. Bernd Pos­selt eröff­ne­te den „46. Euro­pa­tag in der Eure­gio Egren­sis“, der von der „Tsche­chi­schen Pan­eu­ro­pa-Uni­on“ unter ihren Prä­si­den­ten Mari­an Švej­da „mit­ver­an­stal­tet“ wur­de. In der Frei­heits­hal­le in Hof bzeich­ne­te der ehe­ma­li­ge tsche­chi­sche Kul­tur­mi­nis­ter Dani­el Her­man die Fähig­keit zum Dia­log als „zen­tral für Euro­pa“. Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter Stein­mei­er ver­lieh ihm das „Gro­ße Bun­des­ver­dienst­kreuz mit Stern“, das ihm kürz­lich der Deut­sche Bot­schaf­ter Chris­toph Israng im his­to­ri­schen Gar­ten des Palais Lob­ko­wicz über­reich­te (SdZ 11.09.2020).

Für Pos­selt ist die „Euro­päi­sche Uni­on“ eine „über­na­tio­na­le Rechts­ge­mein­schaft“, die auf einer „gemein­sa­men Kul­tur grün­det, „wel­che schon tau­send Jah­re lang exis­tiert hat, bevor der ers­te Natio­nal­staat ent­stand.“ Auch Švej­da bekann­te sich zur „pan­eu­ro­päi­schen Visi­on“. Gegen die euro­pa­feind­li­chen Kräf­te gel­te es dar­auf zu bestehen, „dass der rich­ti­ge Weg nur ‚mehr Euro­pa‘ sein kön­ne“.
Euro­pa­päd­ago­gi­sche Per­spek­ti­ven in der „Eure­gio Egren­sis“:
In zwei Sym­po­si­en wur­den auch „euro­pa­päd­ago­gi­sche Per­spek­ti­ven“ dis­ku­tiert. Durch klein­räum­li­che Bil­dungs­pro­zes­se in der „grenz­über­schrei­ten­den Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis“ wächst Euro­pa von unten zusam­men. Die „Lan­des­gar­ten­schau Markt­red­witz - Cheb/Eger 2006“ war weg­wei­send. Das „Pro­jekt Gast­ge­ber an Gym­na­si­en in Bay­ern“ ist schon ein Vier­tel­jahr­hun­dert erfolg­reich.
Die Prä­si­den­tin der „Eure­gio Egren­sis Bay­ern“ Dr. Bir­git Seel­bin­der sorgt sich aber um die „grenz­über­schrei­ten­den Schul- und Ver­eins­part­ner­schaf­ten“ in der „Coro­na-Kri­se“:
Nach der Kri­se bedarf es auch neu­er euro­pa­päd­ago­gi­scher Perspektiven!

Vor­lauf­mo­dell einer grenz­über­schrei­ten­den Bil­dungs­re­gi­on:
1972 war der Land­kreis Cham ein Pilot­pro­jekt der „Gebiets- und Schul­re­form in Bay­ern“, das ich am „Staats­in­sti­tut für Bil­dungs­for­schung und Bil­dungs­pla­nung“ wis­sen­schaft­lich beglei­te­te. 2015 ver­lieh Kul­tus­mi­nis­ter Dr. Lud­wig Spa­en­le das „Qua­li­täts­sie­gel grenz­über­schrei­ten­de Bil­dungs­re­gi­on“ an die­sen baye­ri­schen Nach­bar­kreis mei­nes Hei­mat­krei­ses Bischofteinitz/Horšovský Týn, jetzt Taus/Domažlice, im süd­li­chen Egerland.

Moni­ka Hohl­mei­er, von 1998 bis 2005 Kul­tus­mi­nis­te­rin in Bay­ern und seit 2009 Abge­ord­ne­te im Euro­päi­schen Par­la­ment, setz­te sich in Hof für „For­schung und Tech­no­lo­gie“ ein.
Bay­erns Wis­sen­schafts­mi­nis­ter Bernd Sibler seit 2018, in Strau­bing gebo­ren, war als Schü­ler am „Eiser­nen Vor­hang im Baye­ri­schen Wald“. Ich wid­me­te dem Minis­ter das E-Book: „Ober­pfäl­zisch-eger­län­di­sche Bil­dungs­re­gi­on inmit­ten Europas“: 


Grenz­über­schrei­ten­de Lan­des­aus­stel­lun­gen:
Bernd Sibler erklär­te in Hof: Bay­ern habe eine „eige­ne Ver­tre­tung in Prag“ und ver­an­stal­te­te 201617 mit Tsche­chi­en die gemein­sa­me Lan­des­aus­stel­lung:
„700 Jah­re Kai­ser Karl IV.“ in Prag und Nürn­berg. 2023 wer­de eine wei­te­re Ver­an­stal­tung über „Baye­ri­schen und böh­mi­schen Barock“ durch das „Haus der Baye­ri­schen Geschich­te“ fol­gen. Auch in mei­nem „2. Hei­mat­kreis Aich­ach - Fried­berg“ war die „Baye­ri­sche Lan­des­aus­stel­lung im Wit­tels­bach­er­land“: „Stadt befreit - Wit­tels­ba­cher Grün­der­städ­te“ 2020 erfolgreich!


Bei „Sude­ten­deut­schen Tagen“ in Augs­burg und Nürn­berg:
Beim „68. Sude­ten­deut­schen Tag 2017 in Augs­burg“ (Link zum Bei­trag) stell­te ich das E-Book: „700 Jah­re Kai­ser Karl IV.: ‚Neu­böh­men‘ und ‚Gol­de­ne Stra­ße‘ in der grenz­über­schrei­ten­den Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis“ vor, das zu mei­nem 90. Geburts­tag erschie­nen ist. 

Link zum Buch

In Erin­ne­rung an „Merin­ger Gesprä­che“ zur „Bil­dungs­re­gi­on Wit­tels­bach­er­land“ über­reich­te ich dem Minis­ter­prä­si­den­ten Dr. Mar­kus Söder beim „69. Sude­ten­deut­schen Tag 2018 in Augs­burg“ die Stu­di­en­rei­he „Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egrensis“


Der „70. Sude­ten­deut­sche Tag 2019 in Regens­burg“:
„Ja zur Hei­mat im Her­zen Euro­pas“ (Link zum Bericht) rück­te auch geo­gra­fisch die Bezie­hun­gen zu mei­nem „ver­schwun­de­nen Geburts­ort Neu­bäu“ näher.
In „Pas­si­on jen­seits des Böh­mer­wal­des im süd­li­chen Eger­land - der Kreis Bischoft­e­i­nitz“ von Rudolf Kief­ner schrieb ich schon 1991 über „Fried­hö­fe der Vater­häu­ser und Mut­ter­kir­chen“ auf den Sei­ten 50 ff.. In „Regens­burg 2019“ wur­den vie­le Publi­ka­tio­nen über „aus­ge­gra­be­ne Wüs­tun­gen“ vorgestellt.

Aus­gra­bun­gen ver­schwun­de­ner Grenz­dör­fer im Hei­mat­kreis Bischoft­e­i­nitz:
Trotz Coro­na-Kri­se gehen die “Aus­gra­bun­gen des ver­schwun­de­nen Grenz­dor­fes Gra­fen­ried“ in mei­nem Hei­mat­kreis“ wei­ter, wie auch das „Baye­ri­sche Fern­se­hen“ lau­fend berich­te­te.
Wie „Domažli­cký denik“ am 7. Okto­ber 2019 mit­teil­te, ent­deck­ten Pfad­fin­der der 51. Divi­si­on Pilsen/Plzeň neben dem „Neu­bäu­er Gedenk­kreuz“ nun auch die Fun­da­men­te mei­ner zer­stör­ten Dorf­kir­che St. Georg von Neubäu/“Novosedly nad Rad­buz­ou“ an der „Neubäuhöhe/Výšina:
Bei­trag auf Domažli­cký denik (tsche­chisch)
Foto­ga­le­rie Augrabung

Sie­he auch unter Wiki­pe­dia ( „Novo­sed­ly nad Rad­buz­ou“) in tsche­chisch und deutsch!

Jun­ge Tsche­chen wol­len also eine „Gedenk­stät­te“ nahe mei­nes Schul­hau­ses schaf­fen, die „auch an das Schick­sal der Men­schen erin­nert, die nach dem Zwei­ten Welt­krieg ihre Hei­mat ver­las­sen muss­ten“: Fun­da­men­te der „nie­der­ge­ris­se­nen Dorf­kir­che in Neu­bäu“ wer­den also zu einer „Gedenk­stät­te“ in der „Wüs­tung Novo­sed­lý nad Radbuzou“ !

Erin­ne­run­gen an Vater­häu­ser und Mut­ter­kir­chen:
Pfad­fin­der­füh­rer Mar­tin Kolovs­ký zeigt im You­Tube-Film „Zanik­lá obec Novosedlý/ Ver­schwun­de­nes Dorf Neu­bäu“ auch mein „ver­stor­be­nes Geburts­haus Neu­bäu Nr. 10“ und des­sen nun „ver­wach­se­nen Mut­ter­bo­den“ auf dem es stand. In glei­cher Wei­se wer­den die Georgs­kir­che (Sankt Georg ist auch Patron der Pfad­fin­der), Schu­le, Gast­haus, das „Gemischt­wa­ren­han­dels­ge­schäft“ mit Dorf­wei­her und die „Neu­müh­le / Nový mlýn“ (Wiki­pe­dia) dar­ge­stellt.


Mein Vater­haus wur­de 1931 neu erstellt und in den 1940-er Jah­ren vor der Ver­trei­bung noch­mals reno­viert und erwei­tert. Mein Vater Josef Now­ey rich­te­te eine moder­ne Schlos­ser­werk­statt ein.
Ich wur­de 1927 im „Tisch­ler­haus“ gebo­ren, in dem mein Groß­va­ter Franz Rebit­zer die ursprüng­li­che „Tisch­le­rei mei­nes Urgroß­va­ters Georg Rebit­zer“ wei­ter­be­trieb. Daher hieß der Haus­na­me „beim Tisch­ler“ und ich war in Neu­bäu der „Tisch­ler­wal­de“ ( Wal­de­mar). Sie­he dazu in „Archiv Ost­deut­scher Fami­li­en­for­scher“: AOFF Band XII , Heft 2: Ahnen­lis­te: Sei­te 35-38, Stamm­fol­ge: Sei­te 35-38 von Oswald/Robert Frötschl bearbeitet.


Mar­tin Kolovs­ký absol­vier­te das Gym­na­si­um in Pilsen/Plzeň und stu­dier­te an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät in Prag/Praha. Er refe­rier­te auch am 11.04.2013 beim Forum „Wis­sen­schaft ohne Gren­zen“ im Cen­trum Bava­ria Bohe­mia CeBB) in Schön­see - unweit von Neu­bäu - über:
„Ver­schwun­de­ne Ort­schaf­ten als his­to­ri­sches und land­schafts­for­men­des Ele­ment im Vor­land ‚Böh­mi­scher Wald bei Wei­ßen­sulz‘“. Das Pro­jekt „Novo­sed­lý nad Rad­buz­ou“ liegt ihm am Her­zen. Herz­li­chen Dank für sei­nen You­Tube-Film „Novo­sed­ly (Neu­bäu )“!

Das „CeBB“ in Schön­see wur­de auch vom baye­ri­schen Kul­tus­mi­nis­ter Dr. Lud­wig Spa­en­le für sei­ne „grenz­über­schrei­ten­de Kul­tur­ar­beit“ gewür­dig, z.B. bei der Lan­des­aus­stel­lung 201617 „Kai­ser Karl IV.“ . Der Plattenberg/Velký Zvon („Gro­ße Glo­cke“) ver­bin­det Schön­see mit Neu­bäu regio­nal – der „Schön­seer Dop­pel­ne­po­muk“ Böh­men mit Bay­ern !
Sie­he dazu auch: „Aktu­el­les“ 21. August 2015: Unter­wegs in der grenz­über­schrei­ten­den Geburts­hei­mat um den Plat­ten­berg / Vel­ký Zvon.«

Ein ver­dienst­vol­ler tsche­chi­scher Hei­mat­for­scher im Hei­mat­kreis Bischoft­e­i­nitz:
Zdenĕk Pro­cház­ka, 1954 in Pilsen/Plzeň gebo­ren, ist bekann­ter Schrift­stel­ler, Ver­le­ger und Foto­graf in Taus/Domažlice, wo sein Groß­va­ter Alo­is Pro­cház­ka Muse­ums­di­rek­tor war.
Er schrieb auch Bücher über „ver­schwun­de­ne Dör­fer im Böh­mi­schen Wald/Český Les“, auf die nun gro­ße Schil­der in tsche­chisch und deutsch hin­wei­sen, die auch durch sei­ne Initia­ti­ve ent­stan­den: z.B.: „Novo­sed­lý - zany­klá obec / Neu­bäu unter­ge­gan­ge­nes Dorf“! Bes­ten Dank!

Im August 2020 erschien „Auf den Pil­ger­we­gen oder Kir­chen, Kirch­lein und Kapel­len des Krei­ses Taus (frü­her Bischoft­e­i­nitz)“ mit einem Vor­wort des Pra­ger Erz­bi­schofs Domi­nik Kar­di­nal Duka, der 1960 als Stu­dent mei­nen Hei­mat­kreis besuch­te, in dem es etwa hun­dert Got­tes­häu­ser gab. Daher will Pro­cház­ka in zwei wei­te­ren Bän­den alle, auch die Neu­bäu­er „ver­stor­be­ne St. Georgs­kir­che“ in tsche­chisch und deutsch beschrei­ben. Er enga­giert sich auch für die „musea­le grenz­über­schrei­ten­de Zusam­men­ar­beit“. Das „Lan­de­s­tor­mu­se­um in Furth im Wald“ wird unter dem Mot­to “Hei­mat - Gren­ze - Dra­che“ neu kon­zi­piert:
In Domažlice/Taus ent­steht ein „Kul­tur­zen­trum“ unter dem his­to­risch bedeut­sa­men Mot­to: „ Taus/Domažlice und Furth im Wald - Muse­um des gemein­sa­men Erbes“.

Musea­le Grenz­erfah­run­gen in Bay­ern und Tsche­chi­en:
Die vom „Euro­päi­schen Fonds für regio­na­le Ent­wick­lung“ geför­der­te zwei­spra­chi­ge Aus­stel­lung „Grenz­erfah­run­gen“ im Lan­de­s­tor­mu­se­um der Bischoft­e­i­nit­zer Part­ner­stadt Furth im Wald eröff­ne­ten gemein­sam Furths Bür­ger­meis­ter San­dro Bau­er und Bür­ger­meis­ter Zdenĕk Novák aus Domažlice/Taus. Er dank­te den „baye­ri­schen Freun­den“ für die „Hil­fe in der Coro­na-Pan­de­mie“, „als die Gren­zen geschlos­sen waren“: Man kön­ne zwar für kur­ze Zeit die Gren­zen schlie­ßen, aber nicht mehr die Freund­schaf­ten been­den“ (Hei­mat­bo­te für den Kreis Bischoft­e­i­nitz /Sudetendeutsche Zei­tung vom 28.08.2020, Sei­te 11).

Dazu der Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Man­fred Weber beim „1. Sym­po­si­um in Hof“:
Deutsch-tsche­chi­sche Schul- und Uni­ver­si­täts­part­ner­schaf­ten, tou­ris­ti­sche Ver­net­zun­gen und der Pend­ler­ver­kehr ent­wi­ckeln sich erfreu­lich. Frei­lich bewirk­te die „coro­nabe­ding­te Grenz­schlie­ßung“ auch Befürch­tun­gen für die „Kul­tur der offe­nen Gren­zen inmit­ten Euro­pas“. Daher mahn­te der nie­der­baye­ri­sche Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Man­fred Weber beim ers­ten der „Hofer pan­eu­ro­päi­schen Sym­po­si­en“: „Wir haben in den Abgrund von Natio­na­lis­mus geblickt“! Vie­le mein­ten: „… allein schaf­fen wir das am bes­ten, machen wir schnell die Gren­zen zu“. Daher war das Mot­to des „2. Hofer Sym­po­si­ums“:
„Eure­gio - Schick­sals­ge­mein­schaft jen­seits des Natio­nal­staats“ folgerichtigt!

COVID-19: eine neue Her­aus­for­de­rung für Kir­che und Gesell­schaft in Ost und West“ war aktu­el­les The­ma beim 24. Inter­na­tio­na­len Kon­gress Renova­bis vom 8. mit 10. Sep­tem­ber 2020, der wegen der Covid-19-Pan­de­mie als eine Abfol­ge von sie­ben ZOOM-basier­ten Online-Ver­an­stal­tun­gen durch­ge­führt wur­de: Link zum Pro­gramm.
Am 10. Sep­tem­ber 2020 wur­de digi­tal das The­ma: „Euro­pa am Schei­de­weg: Einig­keit oder Zwie­tracht - Coro­na-Kri­se und ihre Fol­gen für Euro­pa“ dis­ku­tiert. Mei­ne Bei­trä­ge hier­zu erschei­nen unter „Aktu­el­les“ in: www.waldemar-nowey.de, wie z.B. auch zum vor­jäh­ri­gen „23. Kon­gress“ hier unter 11. Sep­tem­ber 2019. Sie stüt­zen sich auf „kich­li­che Erfah­run­gen“ und zeit­ge­schicht­li­che „Now­eya­na-Lite­ra­tur“.

Euro­pa­päd­ago­gi­sche Per­spek­ti­ven bei den pan­eu­ro­päi­schen Sym­po­si­en in Hof:
Die AEK-Stu­di­en­rei­he: „Grenz­über­schrei­ten­de Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis“ war und ist seit „Öff­nung der Gren­zen“ ein euro­pa­päd­ago­gi­scher Bei­trag des „Arbeits­krei­ses Eger­län­der Kul­tur­schaf­fen­der e.V. - „Eger­län­der Bil­dungs­for­schung“, auch zum 1. Hofer Sym­po­si­um 2020: „Kul­tur als Start­bahn der Zukunft“.

Aus Böh­men kommt die Musik …“
Sym­bol­kräf­tig erklan­gen auch in Hof Melo­dien aus der„Bildungsregion Eure­gio Egren­sis“:
Das „Eger­län­der Dudel­sack­duo“ Tomáš Spurný und Cari­na Kal­ten­bach sowie das Blä­ser­trio des „West­böh­mi­schen Sym­pho­nie­or­ches­ters“ into­nier­te die „Böh­mi­schen Tän­ze“ von Dvořák und die „Mol­dau“ von Sme­ta­na. Stu­di­en­di­rek­to­rin Ange­li­ka Neu­may­er erzähl­te von ihrer „Euro­pa­klas­se“ am Dach­au­er Ignaz-Tasch­ner-Gym­na­si­um, aus­ge­zeich­net mit dem „‘Jan Amos Come­ni­us-Preis‘ der EU-Kom­mis­si­on“. Wer­ner Karg, Refe­rats­lei­ter für „inter­na­tio­na­le Bil­dungs­zu­sam­men­ar­beit im Kul­tus­mi­nis­te­ri­um“ beschei­nig­te, dass die „Euro­päi­sche Eini­gung von der Kul­tur her“ begon­nen habe.

Wald­sas­sen 2020:
Pan­eu­ro­pä­er in der „Bil­dungs­re­gi­on Stift­land - Eger­land inmit­ten Euro­pas“:
Stadt­pfar­rer Dr. Tho­mas Vogl begrüß­te die Teil­neh­mer in der baro­cken Stifts­ba­si­li­ka des Zis­ter­zi­en­ser­klos­ter in Wald­sas­sen zum Fest­got­tes­dienst. In der Klos­ter­au­la emp­fing Bür­ger­meis­ter Bernd Som­mer und Luis-Andre­as Hart, Sohn von Anton Hart, „Wie­der­auf­bau­er von Maria Lore­to“ und Ege­rer Ehren­bür­ger, die „pan­eu­ro­päi­schen Gäs­te“. Der ober­pfäl­zi­sche Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Chris­ti­an Doleschal erklär­te: „Mit dem tsche­chi­schen Bei­tritt zur EU ist die Ober­pfalz wie­der in das Herz Euro­pas gerückt“.

Wald­sas­sen 1995:
Vor einem hal­ben Jahr­hun­dert Ver­trei­bung - seit einem hal­ben Jahr­zent „offe­ne Gren­zen“ - begeg­ne­ten sich schon am 4. Novem­ber 1995 „Eger­län­der Kul­tur­schaf­fen­de AEK e.V.“ und die „Grup­pe Bil­dungs­for­schung im AEK“ in der „Bil­dungs­re­gi­on Stift­land - Eger­land inmit­ten Euro­pas“. Ein „inter­na­tio­na­les Exper­ten-Podi­um“ im Har­mo­nie­saal bei der Basi­li­ka bau­te „euro­päi­sche Bil­dungs­brü­cken“. Zu mei­ner Ein­füh­rung in die The­men­be­rei­che Bil­dung, Wirt­schaft, Heimatkultur/Religion fand vom 3. Okto­ber bis 6. Novem­ber 1995 eine gro­ße Buch­aus­stel­lung im „Wald­sas­se­ner Rat­haus-Foy­er“ statt.

Mei­ne Stu­di­en­rei­he „Grenz­über­schrei­ten­de Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis“ berei­te­te auch auf die sach­kom­pe­ten­te Podi­ums­dis­kusi­on vor, die der Kul­tur­chef des Baye­ri­schen Fern­se­hens Dr. Wal­ter Flem­mer mode­rier­te. Das BR-Fern­seh­team unter der Redak­teu­rin Chris­ti­ne Schnei­der zeich­ne­te die Ver­an­stal­tung auf. Die neue Äbtis­sin Lae­ti­tia Fech aus Augs­burg führ­te die Podi­ums­teil­neh­mer auch in die berühm­te Stifts­bi­blio­thek. Die Pres­se berich­te­te lan­des­weit ausführlich.

Eger/Cheb 2020:
Der „pan­eu­ro­päi­sche Kon­gress auf Rädern“ roll­te zum „schöns­ten Markt­platz Euro­pas“ nach Eger: Auf den Stu­fen des Rat­hau­ses nahm für den beur­laub­ten Ober­bür­ger­meis­ter Antonín Jal­ovec der Vize­bür­ger­meis­ter Miroslaw Plev­ný die „Pan­eu­ro­pa­fah­ne“ ent­ge­gen.
Aus dem „Deutsch-Tsche­chi­schen Begeg­nungs­zen­trum“ kam eine „Abord­nung alt­ein­ge­ses­se­ner Ege­rer in Tracht“.
Nach­denk­lich blick­ten die „Pan­eu­ro­pä­er“ mit Ihrem Prä­si­den­ten Dr.hc. Bernd Pos­selt und dem Wald­sas­se­ner Bür­ger­meis­ter Bernd Som­mer über den Markt­platz auf das „Stöckl“.
Von 1941 bis 1944 war ich Stu­dent der Leh­rer­bil­dungs­an­stalt Eger, die ich immer vom „Stu­den­ten­wohn­heim im Fra­nis­ka­ner­klos­ter“ über den Markt­platz erreich­te. Im „Stöckl“ kauf­te ich Schu­he und trank Kaffee.

Beim „Stöckl“ 1693:
Die Reli­qui­en des Ege­rer Stadt­pa­trons Vin­zen­ti­us wur­den in die Niklas­kir­che über­führt. Aus die­sem Anlass fand „das ers­te Vin­zen­zi­fest am 6. Dezem­ber 1693“ statt, auch mit einer „Pro­zes­si­on um das Stöckl“. Am letz­ten Sonn­tag im August wur­de der „Ege­rer Birn­sunn­ta“ gefei­ert, den auch Johann Wolf­gang Goe­the 1785 und im Sep­tem­ber 1786 erleb­te und in sei­nen Tage­buch­auf­zeich­nun­gen 18211822 begeis­tert schil­der­te: Nach der Pro­zes­si­on wur­den Bir­nen am „Birn­sunn­ta“ ver­teilt. Goe­the war über­zeugt, dass „Eger einen der schöns­ten Markt­plät­ze“ habe, „zwar anstei­gend, aber durch­aus mit schö­nen Gebäu­den umge­ben“.
Ers­te Vin­zen­zi­fes­te der ver­trie­be­nen Eger­län­der wur­den am 28. August 1949 im baye­ri­schen Schirn­ding und am 31. August 1953 im baden-würt­tem­ber­gi­schen Wend­lin­gen am Neckar gefei­ert. Die Stadt Wend­lin­gen wur­de „Paten­stadt der Eger­län­der in Baden-Würt­tem­berg“: Dort soll­te auch heu­er am 28./29. August 2020 schon das „69. Vin­zen­zi­fest“ statt­fin­den. Wegen der „Coro­na-Pan­de­mie“ wur­de die­ses berühm­te „Ege­rer Ern­te­dank­fest“ auf 2021 „ver­scho­ben“ – so Gott will!

Zum „Schirn­din­ger Birn­sunn­ta 1993“ publi­zier­te ich die beauf­trag­te Fest­schrift:
„Bay­ern und das Eger­land - Bil­dungs­re­gi­on der offe­nen Gren­zen inmit­ten Euro­pas“ – 300 Jah­re Vin­zen­zi- 600 Jah­re Nepo­muk- 800 Jah­re Tep­ler Hroz­na­ta- und 1000 Jah­re Bene­dikt-Ver­eh­rung in Böh­men und Bay­ern“: Her­aus­ge­ge­ben von der Markt­ge­mein­de Schirn­ding 1993:

Web­site: Vin­zen­zi­fest Wend­lin­gen am Neckar
Web­site: Eger­län­der Gmoi Wendlingen

Eger/Cheb 1994:
Nach einem hal­ben Jahr­hun­dert kam ich als „baye­risch-böh­mi­scher Bil­dungs­for­scher“ zum „ers­ten grenz­über­schrei­ten­den uni­ver­si­tä­ren Podi­um“ in „‚mei­ne‘ Leh­rer­bil­dungs­stadt Eger“. Das inter­na­tio­na­le Exper­ten-Sym­po­si­um wur­de in der Wirt­schafts­fa­kulät der Uni­ver­si­tät Pilsen/Plzeň in Eger/Cheb am 24./25. Okto­ber 1994 zu den fol­gen­den The­men­be­rei­chen durch­ge­führt:
Auf dem Weg zur regio­na­len Bil­dung in der „Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis“: Regio­na­les Bil­dungs­ver­hal­ten in Bay­ern – Tsche­chi­en – Sach­sen.
„Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis“ - Weg­wei­ser zur „Euro­päi­schen Uni­on“!
Links zu AEK-Begeg­nun­gen in Eger: Aktu­el­les vom 19. Okto­ber 2011 und 17. Okto­ber 2013!

Habs­bur­gi­sche Remi­nis­zen­zen in Fran­zens­bad 2020:
1795 wur­de unter dem letz­ten Kai­ser des Hei­li­gen Römi­schen Rei­ches, dem Habs­bur­ger Franz II. das Casi­no von Fran­zens­bad errich­tet: „von der Stadt Eger erbaut“. Im gro­ßen Saal über­reich­te Dr.hc. Bernd Pos­selt: Ehren­ur­kun­den an den tsche­chi­schen Kul­tur­mi­nis­ter a.D. Dani­el Her­man und an den baye­ri­schen Kul­tus­mi­nis­ter a.D. Dr. Lud­wig Spa­en­le.
Das von bei­den unter­zeich­ne­te „Baye­risch-tsche­chi­sche Kul­tur­ab­kom­men“ ist auch für „grenz­über­schrei­ten­de Schul- und Uni­ver­si­täts-Part­ner­schaf­ten“ wegweisend.

Für „Ver­diens­te um Völ­ker­ver­stän­di­gung“ wur­den die „Sude­ten­deut­schen Büros in Prag, Gud­run Hei­ßig und Peter Bar­ton, Mar­ga­re­tha Michel und Mari­an Švej­da aus­ge­zeich­net. Für „grenz­über­schrei­te­ne Kul­tur­pro­jek­te“ wur­den Sis­sy Tham­mer „Euro­päi­sches Musik­fe­sti­fal Bay­reuth“ und Milan Muzi­hář „West­böh­mi­sches Sym­pho­nie­or­ches­ter“ geehrt.

Seit Mai 2018 ist Dr. Lud­wig Spa­en­le „Beauf­trag­ter der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung für jüdi­sches Leben und gegen Anti­se­mi­tis­mus, für Erin­ne­rungs­ar­beit und geschicht­li­ches Erbe“.
Am 7. Janu­ar 2020 eröff­ne­te er mit einer über­zeu­gen­den Rede in der Büche­rei in Mering die Aus­stel­lung „1948 - Wie der Staat Isra­el ent­stand“, den er schon oft besuch­te.
Mering und die fran­zö­schi­sche Stadt Ambé­ri­eu-en-Bug­ey ver­bin­det schon seit 1973 eine „Part­ner­schaft“ und plant nun auch mit Kar­miel in Isra­el eine „Städ­te­part­ner­schaft“.

In Mering über­reich­te ich Dr. Lud­wig Spa­en­le mein Buch: „Auf dem Weg der Syn­ode durch das Hei­li­ge Land“ und dank­te auch für die „Wei­ter­ent­wick­lung der Haupt­schu­le zur Mit­tel­schu­le in Bay­ern“:
In Mering ent­stand mei­ne Dis­ser­ta­ti­on: „Pro­ble­me und Mög­lich­kei­ten der Vols­schul­ober­stu­fe im tech­ni­schen Zeit­al­ter 1965“ und in Mün­chen am „Staats­in­sti­tut für Bil­dungs­for­schung und Bil­dungs­pla­nung: „Modell­haupt­schu­len in Bay­ern 1972“, eine „Pilot­stu­die der Baye­ri­schen Bildungsforschung“.


AEK-Begeg­nun­gen in Markt­red­witz, Fran­zens­bad und Eger 2011 und 2013:
Zu Abschluss­kund­ge­bun­gen roll­te der „Pan­eu­ro­pa­kon­gress auf Rädern 2020“ nach Eger/Cheb und Franzensbad/Františkovy Láz­nĕ - in das Ker­ne­ger­land. Dort ver­an­stal­te­te schon 2013 der „Arbeits­kreis Eger­län­der Kul­tur­schaf­fen­der e.V“: eine „Grenz­über­schrei­ten­de AEK-BEGNUNG“.
Dazu Links: In: „Aktuelles“unter: 19. Okto­ber 2011 und 17. Okto­ber 2013 !
Nach Öff­nung der Gren­zen traf ich „Ege­rer Klas­sen­ka­me­ra­den“ vor unse­rer zer­stör­ten „Leh­rer­bil­dungs­an­stalt LBA“, bevor sie abge­bro­chen wur­de. Nach dem Abbruch besuch­te ich nach­denk­lich das Grund­stück, auf dem „unse­re LBA“ stand.

Im „unter­ge­gan­ge­nen Geburts­ort Neu­bäu“ im Hei­mat­kreis Bischoft­e­i­nitz :
Wie­der­holt war ich mit mei­ner Fami­lie in mei­nem „unter­ge­gan­ge­nen Geburts­ort Neu­bäu“. Ich zeig­te auch mei­nen Enkeln die „ver­wach­se­nen Grund­stü­cke“ mei­nes Vater­hau­ses, der Dorf­kir­che und der Volks­schu­le. Wir wan­der­ten im Quell­ge­biet der Rad­bu­sa, bestie­gen die „Neu­bäu­er Höhe“ und blick­ten zum „Plat­ten­berg mit dem Radar­turm“, der „bei offe­nen Gren­zen nun wie­der Böh­men und Bay­ern ver­bin­det“.
2013 fuh­ren wir mit unse­ren Enkeln durch den „Hei­mat­kreis Bischoft­e­i­nitz“. Ein Bericht ist in „Aktu­el­les“ unter 18. August 2013 nachzulesen. 

Im Eger­land und in Eger:
Mit mei­ner Frau Han­na und den Töch­tern Erwi­ne und Ulla besuch­ten wir schon oft das Eger­land und Eger. Das E-Book: „Zur gol­de­nen Hoch­zeit auf Goe­thes Spu­ren im Eger­land mit Enkeln unter­wegs, 2009“ ist hier voll­in­halt­lich abruf- und / oder ausdruckbar.

Kirche in der Großstadt – Herausforderungen für die Pastoral in Ost und West

Persönliche Bezüge zur Thematik

Mein klei­ner Geburts­ort Neu­bäu im baye­risch-böh­mi­schen Grenz­ge­biet hat­te eine zwei­klas­si­ge Volks­schu­le und auch eine St.Georgs-Dorfkirche, von der Aus­wan­de­rer­fa­mi­lie Rebit­zer in Ame­ri­ka gestif­tet und 1913 ein­ge­weiht. Baron Kotz aus Hei­li­gen­kreuz spen­de­te das Bau­holz und der habs­bur­gi­sche Kai­ser Franz Josef 400 Kro­nen.
Zu jedem Kirch­weih­fest kam der Pfar­rer unse­rer klein­räum­lich über­schau­ba­ren Pfar­rei Hei­li­gen­kreuz. Bis zur Ver­trei­bung besuch­ten Neu­bäu­er auch Kir­chen in benach­bar­ten Orten der Ober­pfalz. Der Eiser­ne Vor­hang durch­schnitt aber auch das jahr­hun­der­te­al­te „grenz­über­schrei­ten­de kirch­li­che Leben“.

In fünf­jäh­ri­ger kau­ka­si­scher Kriegs­ge­fan­gen­schaft half ich beim Stra­ßen-, Häu­ser- und Brü­cken­bau auch in geor­gi­schen und aser­bai­dscha­ni­schen Indus­trie­zen­tren. Zwi­schen Tif­lis und Baku ent­stand der Kura-Stau­see und Min­get­schaur, die nun viert­größ­te Stadt Aser­bai­dschans.
Auch zer­bomb­te deut­sche Groß­städ­te wur­den wie­der auf­ge­baut. Zwi­schen Augs­burg und Mün­chen kehr­te ich 1950 zu mei­ner ver­trie­be­nen Fami­lie in das „Wit­tels­bach­er­land“ - in mei­ne „zwei­te Hei­mat zwi­schen Bal­lungs­räu­men“ - heim.
Die Baye­ri­sche Lan­des­aus­stel­lung 2020 „Stadt befreit - im Wit­tels­bach­er­land“ erin­nert bei­spiel­haft an die „Wit­tels­ba­cher Grün­der­städ­te“ Aich­ach und Fried­berg sowie an den Markt Mering an der Paar. Von der Paar­mün­dung aus, durch den Bai­ri­schen Nord­gau chris­tia­ni­sier­te und kul­ti­vier­te Mark­graf Die­pold III. von Voh­burg auch die „Regio Ege­re“. Mit „sei­nem ers­ten Schwie­ger­sohn“ Kai­ser Bar­ba­ros­sa grün­de­te er im 12.Jahrhundert die „Burg­stadt Eger“.
Als „Augs­bur­ger Diö­ze­san­rat“ und „Mit­glied des Lan­des­ko­mi­tees der Katho­li­ken“ in Mün­chen beschrieb ich die Urba­ni­sie­rung und Fol­ge­run­gen für die Pas­to­ral in der Tri­lo­gie: „Glau­be und Kirch­lich­keit“ (1975), „Her­aus­for­de­run­gen an die Kir­che“ (1980) und „Über die Kir­chen­tü­re hin­aus“ (1987):

Die „Bis­tums­wall­fahrt zur Tau­send­jahr­fei­er der Chris­tia­ni­sie­rung Russ­lands“ doku­men­tier­te ich in: „Als Woj­na-Ple­ny-Pil­ger (Kriegs­ge­fan­ger­pil­ger) durch das hei­li­ge Russ­land“ (1988). Wir „erleb­ten“ Kir­che, auch in rus­si­schen Groß­stä­den: in Lem­berg, Kiew und Mos­kau.
Als baye­ri­scher Bil­dungs­for­scher aus dem Eger­land publi­zier­te ich 1991 die Pilot­stu­die: „Bil­dungs­re­gi­on der offe­nen Gren­zen inmit­ten Euro­pas“, auch für ein „inter­na­tio­na­les Sym­po­si­on“ an der Wirt­schafts­fa­kul­tät der Uni­ver­si­tät Plzeñ/Pilsen in Cheb/Eger 1994.

Die „AEK-Stu­di­en­rei­he Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis“ stellt Ent­wick­lun­gen des klein­räum­li­chen Bil­dungs­ver­hal­tens und die sozio­öko­no­mi­schen Bedin­gungs­fak­to­ren durch den SBBS-Index signi­fi­kant dar. Lang­zeit­stu­di­en bele­gen seit der Gebiets- und Schul­re­form in Bay­ern 1972 auch das ver­än­der­te Bil­dungs­ver­hal­ten in Groß­städ­ten.
Auch dar­über berich­te­te ich bei den jähr­li­chen „Inter­na­tio­na­len Kon­gres­sen Renova­bis“ (sie­he auch: Bei­trag zum 18. Inter­na­tio­na­ler Kon­gress Renova­bis in Frei­sing 2015 ).

Kirche in der Großstadt beim 23. Internationalen Kongress Renovabis in München

Der Kon­gress ana­ly­sier­te die erheb­li­chen Ver­än­de­run­gen der kirch­li­chen Land­schaft in Mit­tel- und Ost­eu­ro­pa im 20. Jahr­hun­dert. Indus­tria­li­sie­rung und Land­flucht ver­än­der­ten die her­kömm­li­chen Pfar­rei­struk­tu­ren auf dem Lan­de. Es ent­stan­den Groß­städ­te mit neu­en Kir­chen­struk­tu­ren und eine „umwäl­zen­de Groß­stadt­pas­to­ral“.
Dik­ta­tu­ren, Krieg und Ver­trei­bung ver­än­der­ten auch groß­städ­ti­sche Kir­chen­struk­tu­ren tief­grei­fend, zumal in Mit­tel- und Ost­eu­ro­pa. Säku­la­ri­sie­rung for­dert ins­be­son­de­re die Seel­sor­ge in Groß­städ­ten fun­da­men­tal her­aus. Wie dar­auf dort Kir­chen schon reagier­ten, wur­de in Vor­trä­gen, Podi­en und Arbeits­grup­pen aus­führ­lich dis­ku­tiert. Erfah­run­gen in Ost und West wur­den ver­gli­chen, um dar­aus auch neue „Ansät­ze“ zu entwickeln. 

Kir­che fin­det Stadt“, auch in der baye­ri­schen Metro­po­le Mün­chen, wo Haupt­ge­schäfts­füh­rer Pfar­rer Dr. Chris­ti­an Hartl den „Renova­bis­kon­gress 2019“ eröff­ne­te:
„Sich auf den Weg in die Stadt machen: suchend, fra­gend, zuhö­rend, sich infor­mie­rend und reflek­tie­rend und betend“. Ein­rich­tun­gen der Groß­stadt­seel­sor­ge in Mün­chen wur­den besucht. Erz­bi­schof Dr. Hei­ner Koch berich­te­te auch über die Groß­stadt­pas­to­ral in der Bun­des­haupt­stadt Ber­lin: „Nicht war­ten, bis die Leu­te zu uns kom­men, son­dern hin­ge­hen zu ihnen“.

Dr. Hartl war Augs­bur­ger Dom­vi­kar und Regens im Augs­bur­ger Pries­ter­se­mi­nar. Er kann pas­to­ra­le Ent­wick­lun­gen in den baye­ri­schen Groß­städ­ten Augs­burg und Mün­chen kom­pe­tent und über­zeu­gend ver­glei­chen.
Refe­ra­te vor über 200 Teilnehmer(innen) aus rund 30 Län­dern ver­mit­tel­ten die Viel­falt urba­ni­tä­rer Ent­wick­lun­gen welt­weit. Dabei kamen per­sön­li­che Erfah­run­gen und Bio­gra­fien der Refe­ren­tin­nen und Refe­ren­ten zur Gel­tung, auch beim Publi­kum. Zusam­men­hän­ge des kirch­li­chen Lebens mit jewei­li­gen regio­na­len Groß­stadt­kul­tu­ren wur­den verdeutlicht.

Kultur der Großstadt im Wandel

Auch ich ver­folg­te die Refe­ra­te mit per­sön­li­chen Bezü­gen zu Groß­städ­ten aus eige­nen Erfah­run­gen mit gro­ßem Inter­es­se. Tief beein­druck­te mich der Vor­trag von Micha­el Stara­vič aus Wien, der eins­ti­gen Metro­po­le der Öste­rei­chisch-Unga­ri­schen Mon­ar­chie. 1918 wur­den Böh­men, Mäh­ren und Slo­wa­kei zur Tsche­cho­slo­wa­ki­schen Repu­blik, wo ich 1927 im Böh­mer­wald und Micha­el Stara­vič 1972 in Brünn/Brno gebo­ren wur­den.
Ich erleb­te das Kriegs­en­de 1945 in der Haupt­stadt Prag / Praha, wo spä­ter der Refe­rent als Kind sei­ne Groß­mutter besuch­te. Als Sie­ben­jäh­ri­ger kam er dann 1979 von der Indus­trie­stadt Brünn/Brno nach Wien, wo er auch Bohe­mis­tik stu­dier­te. Er wur­de Sekre­tär des tsche­chi­schen Bot­schaf­ters a. D. Jiři Gruša. 

Großstadtkulturen in Prag/Praha, Brünn/Brno und Wien

Der öster­rei­chisch-tsche­chi­sche Schrift­stel­ler Micha­el Stara­vič wuchs zwei­spra­chig auf und plub­li­zier­te – wie ich – auch bio­gra­fi­sche E-Books. In Ame­ri­ka sei er Euro­pä­er, in Eng­land Mit­tel­eu­ro­pä­er und in Tsche­chi­en Öster­rei­cher. Er berich­te­te kom­pe­tent über kul­tu­rel­le Ent­wick­lun­gen in den mit­tel­eu­ro­päi­schen Groß­städ­ten Prag/Praha, Brünn/Brno und Wien seit den sieb­zi­ger Jah­ren des vori­gen Jahr­hun­derts:
Prag/Praha habe eine „tsche­chi­sche, jüdi­sche und deut­sche Sub­stanz“. Es habe einen „geheim­nis­vol­len Charme“ und wer­de „von Tou­ris­ten úber­rannt“. Man höre auch noch von Ernst Mosch und sei­nen „Ori­gi­nal Eger­län­der Musi­kan­ten“. Böh­men war „Heim der Bojer“, ety­mo­lo­gisch ver­wandt mit „Bai­ern“. „Wit­tels­ba­cher“ und „Habs­bur­ger“ präg­ten auch das Eger­land kul­tu­rell.
Der Refe­rent ver­an­schau­lich­te „Kul­tur im heu­ti­gen Brno / Brünn“ als einer gro­ßen Indus­trie- und Mes­se­stadt“. Tou­ris­ten über­blick­ten die mäh­ri­sche Metro­po­le von der „Barock­fes­tung Spiel­berg / špil­berk“ aus. An ihr vor­bei – wur­den wir Kriegs­ge­fan­ge­ne 1945 zum „Ver­la­de­bahn­hof“ getrieben.

Von Prag aus erlitt ich mit tau­sen­den Mit­ge­fan­ge­nen 1945 den „Todes­marsch nach Brünn“. Von Brünn aus wur­de auch ich in Vieh­wag­gons über Wien nach Kon­stan­za ver­schleppt. Im Schwar­zen Meer brach­te mich das rumä­ni­schen Schiff „Trans­syl­va­nia“ in eine „fünf­jäh­ri­ge kau­ka­si­sche Kriegs­ge­fan­gen­schaft“. Das kul­tu­rel­le Leben in den damals rus­si­schen Groß­städ­ten Suchu­mi, Tif­lis und Baku konn­te ich nur durch Sta­chel­draht­zäu­ne „beob­ach­ten“ und erspü­ren.
Auf „Zement­sack­pa­pier“ schrieb ich Hei­mat­ge­dich­te, die ich Mit­ge­fan­ge­nen auf den Lager­plät­zen vor­trug. In einer Baku­er Bara­cke „zele­brier­te“ ein­mal ein mit­ge­fan­ge­ner Pfar­rer aus der Diö­ze­se Regens­burg „not­dürf­tig“ einen Got­tes­dienst“. Vom Arme­ni­schen Hoch­land aus sah ich den „bibli­schen Berg“ Ara­rat, auf dem Noah von Gott geret­tet wur­de (Gen 8,4 EU). In dunk­len Bara­cken bete­te ich täg­lich zu Gott um bal­di­ge Heimkehr. 

Wiedergutmachung und Renovabis in Transkaukasien

Der Russ­land­feld­zug des Zwei­ten Welt­krie­ges ende­te in Sta­lin­grad. Deut­sche Sol­da­ten soll­ten das Ölge­biet um Baku erobern, besetz­ten aber nur kurz­zei­tig den Elbrus. Die Kriegs­grä­ber­stät­te im nord­kau­ka­si­schen Apsche­ron erin­nert an tau­sen­de Gefal­le­ne. Sie­he mein E-Book: „Kriegs­grä­ber mah­nen zum Frie­den und erin­nern an Krieg - Ver­trei­bung-Gefan­gen­schaft - Heim­kehr“ ( nach Klick auf das fol­gen­de Buch­ti­tel­blatt voll­in­halt­lich abruf­bar! ) .
Als einer der jüngs­ten Kriegs­ge­fan­ge­nen leis­te­te auch ich von 1945 bis 1950 „Wie­der­gut­ma­chung“ in Trans­kau­ka­si­en. 1988 wall­fahr­te­te ich unter 99 Chris­ten aus der Diö­ze­se Augs­burg mit Bischof Dr. Joseph Stimpf­le zur Tau­send­jahr­fei­er der Chris­tia­ni­sie­rung: „Als Woj­na Ple­ny-Pil­ger (Kriegs­ge­fan­ge­nen­pil­ger) durch das Hei­li­ge Russ­land“ (Link zum Buch) .
Wir Kriegs­ge­fan­ge­ne bau­ten Stra­ßen und Häu­ser in Suchu­mi, Tif­lis und Baku. Brü­cken­bau­ten über die Kura soll­ten auch „frie­den­stif­ten­de Mahn­ma­le“ sein.

Renovabis unterstützt die Caritas in Transkaukasien 

Dazu berich­te­te die Cari­tas-Direk­to­rin Ana­hit Mkho­yan aus Tif­lis beim Renova­bis Kon­gress in Mün­chen. Das dor­ti­ge „Haus der Cari­tas“ sei eine Begeg­nungs­stät­te für Jung und Alt. Im „Kin­der- und Jugend­zen­trum“ wer­den vie­le ver­arm­te Jugend­li­che geför­dert. Das „Senio­ren­zen­trum“ ver­sorgt behin­der­te älte­re Men­schen. Renova­bis bat um „Hil­fe für pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen in Geo­gien“. Dafür bedank­te sich Pfar­rer Dr. Hartl brief­lich, auch für mei­ne Spende.

Kirchliche Herausforderungen in tschechischen Großstädten

Tsche­chi­sche Groß­städ­te sind Praha/Prag, Brno/Brünn, Ostrava/Ostrau, Plzeñ/Pilsen, Liberec/Reichenberg und Olmouc/Olmütz.
Bischof Dr. Tomáš Holub aus Plzeñ/Pilsen nann­te „Fan­ta­sie und eine per­sön­li­che Bezie­hung zu Chris­tus“ als Vor­aus­set­zung für Groß­stadt­pas­to­ral. In sei­nem „Eger­land­bis­tum“ liegt die Groß­stadt Plzeñ/Pilsen mit rund 170.000 Einwohner(innen). Es gibt vie­le Klein­städ­te (unter 50.000 Einwohner/innen), wobei die Städ­te im Bäder­drei­eck um Cheb/Eger vie­le Tou­ris­ten und Kur­gäs­te aus aller Welt auf­neh­men. Dies erfor­dert eine „fle­xi­ble Kur­stadt­pa­s­o­ral“.
Das süd­li­che Eger­land des nörd­li­chen Böh­mer­wal­des – jetzt čes­ký les: Böh­mi­scher bzw. Ober­pfäl­zer Wald – waren und sind länd­lich geprägt. Nach der Ver­trei­bung der Deut­schen zogen vie­le Men­schen aus öst­li­chen Regio­nen der Tsche­cho­slo­wa­ki­schen Repu­blik zu. Ent­lang des Eiser­nen Vor­han­ges wur­den vie­le Dör­fer, Schu­len und Kir­chen zer­stört. Der Kir­chen­be­such ist mini­mal. Ver­trie­be­ne Eger­län­der und Böh­mer­wäld­ler kom­men zu „Erin­ne­rungs-Got­tes­diens­ten“ in Kir­chen­rui­nen und/oder in schon reno­vier­te Kirchen.

Bischof Dr.Holub hielt am 16.06.2017 in mei­ner Tauf­kir­che in Heil­gen­kreuz eine Pon­ti­fi­kal­mes­se. Sein Vor­gän­ger, Bischof eme­ri­tus Fran­tí­šek Rad­kovs­ký, tat dies am 21.06.2019. Nach Fried­hofs­be­su­chen begeg­ne­ten sich alle Teilnehmer(innen) unter einem Zelt­dach. Gesprä­che erin­ner­ten an das kirch­li­che Leben vor und nach der Ver­trei­bung und „blick­ten sor­gen- und/oder hoff­nungs­voll­voll“ in die Zukunft. Die Home­page www.heiligenkreuz-haselberg.de berich­tet aus­führ­lich unter „Aktu­el­le Mel­dun­gen“.
Bei­de „Pils­ner Bischö­fe“ besu­chen auch „Sude­ten­deut­schen Tage“ (Link zum Bei­trag vom 3. Juni 2017): Rad­kovs­ký war 2017 Haupt­ze­le­brant beim ST in Augs­burg. Aus Augs­burg kam der ver­stor­be­ne „Regens­bur­ger Bischof“ Man­fred Mül­ler, der das neue „Eger­land­bis­tum Plzeñ/Pilsen“ unter­stütz­te und gemein­sam mit dem „Grün­dungs­bi­schof“ Rad­kovs­ký för­der­te.
Der aus Kladrau/Kladruby stam­men­de jet­zi­ge Regens­bur­ger Bischof Dr. Rudolf Voder­hol­zer kon­ze­le­brier­te fei­er­lich mit dem neu­en Pils­ner Bischof Msgr. Dr. Tomáš Holub und mit rund 200 Pilger(innen) aus Bay­ern und Böh­men am 26.09.2019 in Maria Kulm im Eger­land einen Pon­ti­fi­k­al­got­tes­dienst.
Das „Eger­land­bis­tum Plzeñ/Pilsen“ wird zu einem „christ­li­chen Fun­da­ment der grenz­über­schrei­ten­den Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis“ – im „Her­zen“ eines fried­lich ver­ein­ten Europas.

Aus dem Abschlussstatement von Erzbischof Dr. Ludwig Schick aus Bamberg, Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz

Welt­kir­che der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz:
Renova­bis habe in 25 Jah­ren in Euro­pa zur „Ein­heit und Frie­den, Ent­wick­lung und Fort­schritt im Geis­te Jesu Chris­ti und sei­ner Bot­schaft“ bei­getra­gen. Für die „Pas­to­ral in der Groß­stadt“ tau­ge die „Insti­tu­ti­on Kir­che“ nicht sehr. „Chris­ten­ge­mein­schaf­ten“ sei­en als „Volk Got­tes unter­wegs“ gefor­dert. Der Christ in der Groß­stadt sei „mehr sozi­al und weni­ger lit­ur­gisch, mehr cari­ta­tiv und weni­ger sakra­men­tal, mehr welt­kirch­lich und weni­ger pfarr­kirch­lich etc.“.
Aus „welt­kirch­li­cher Sicht“ sei „nicht Säku­la­ri­sie­rung, son­dern Par­al­le­li­sie­rung der Reli­gio­nen“ abseh­bar. „Öku­me­ni­scher Dia­log“ und „inter­re­li­giö­ser Dis­kurs“ sei­en erfor­der­lich:
The­men für den nächs­ten Inter­na­tio­na­len Kon­gress Renova­bis vom 9. – 11. Sep­tem­ber 2020 in München!

Ja zur Heimat im Herzen Europas“

Bis 973 gehör­te Böh­men zur Regens­bur­ger Diö­ze­se. Vom Augs­bur­ger Bischof Ulrich 968 zum Pries­ter geweiht - wur­de Wolf­gang 972 Bischof von Regens­burg. Er mis­sio­nier­te auch im Böh­mer­wald und Eger­land und initi­ier­te das Bene­dik­ti­ner­klos­ter Kladrau. 

Der Rad­bu­sa ent­lang bis Pil­sen:
Augus­ti­ne­rere­mi­ten aus dem bai­ri­schen Schön­thal grün­de­ten 1149 das Klos­ter Stockau in mei­ner Geburts­hei­mat, im Quell­ge­biet der Rad­bu­sa. Schon 1384 ist die Hei­li­gen­kreu­zer Kir­che nach­ge­wie­sen, in der auch ich getauft und gefirmt wurde.

Ober­pfäl­zer Wald und Böh­mer­wald wur­den eine „grenz­über­schrei­ten­de Bil­dungs­re­gi­on.“
Der Luxem­bur­ger Kai­ser Karl IV. wur­de 1316 in Prag gebo­ren. Sei­ne „Gol­de­ne Stra­ße“ führ­te von Prag nach Nürn­berg durch den Böh­mer­wald. 1353 „inkor­po­rier­te“ er bai­ri­sche Ort­schaf­ten dem König­reich Böh­men. Es gab ein „Neu­böh­men in Bai­ern“. Die­ser – wenn auch nur „kurz­zei­ti­ge regio­na­le Sta­tus“ – in „Bava­ria trans sil­vam Boemi­ca­lem“, blieb aber auch für kul­tu­rel­le Ent­wick­lun­gen dies- und jen­seits des Böh­mer­wal­des bedeut­sam.
Der Brü­cken­hei­li­ge Johan­nes von Nepo­muk, um 1350 in Pomuk bei Pil­sen gebo­ren, ist Lan­des­pa­tron Böh­mens und Bayerns.

Der Eiser­ne Vor­hang durch­schnitt das jahr­hun­der­te­lang gewach­se­ne baye­risch-böh­mi­sche Bil­dungs­ge­flecht. Der 70. Sude­ten­deut­sche Tag in Regens­burg erin­ner­te 2019 an die­se grenz­über­grei­fen­de „Hei­mat im Her­zen Europas“.

Auch Böhmen ist mein Heimatland:

Schon als Volks­schü­ler im nörd­li­chen Böh­mer­wald des süd­li­chen Eger­lan­des sang ich die Staats­hym­ne bei Schul­fei­ern mit : „Wo ist mein Heim, mein Vater­land – Böh­men ist mein Hei­mat­land …“ nachdenklich …

Nach Öff­nung der Gren­zen errich­te­te Papst Johan­nes Paul II. das Bis­tum Pilsen/Plzeň. Ers­ter Bischof wur­de Fran­tišek Rad­kovs­ký, der mit dem – seit 1982 – Regens­bur­ger Bischof Man­fred Mül­ler, ehe­mals Stu­di­en­di­rek­tor in Augs­burg, zusam­men­wirk­te. Auch das neue „Eger­land­bis­tum“ und die Regens­bur­ger Diö­ze­se wur­den eine „grenz­über­schrei­ten­de christ­li­che Bil­dungs­re­gi­on“. Zum “Bischoft­e­i­nit­zer Hei­mat­kreis­tref­fen 2019“ in Furth im Wald zele­brier­te der eme­ri­tier­te Pils­ner Bischof Fran­tišek Rad­kovs­ký am 21. Juni 2019 in mei­ner „Hei­mat­kir­che“ in Hei­li­gen­kreuz einen Pon­ti­fi­kal-Dank­got­tes­dienst: Vergelt’s Gott!

Seit 2012 ist Prof. Dr. Rudolf Voder­hol­zer Bischof von Regens­burg. Sei­ne Mut­ter Maria Voder­hol­zer wur­de aus Kladrau ver­trie­ben und war in Bay­ern Leh­re­rin und Kin­der­buch­au­torin. Bischof Voder­hol­zer pre­dig­te am Sude­ten­deut­schen Tag 2019 in Regens­burg beim Pon­ti­fi­k­al­got­tes­dienst, den die „Böh­mer­wäl­der Musi­kan­ten“ unter Kurt Pascher – aus Alt­hüt­ten, einem Neu­bäu­er Nach­bar­ort stam­mend – mit­ge­stal­te­ten. Dort hör­te ich schon als Böh­mer­wald­bub den „Böh­mer­wald­mu­si­kan­ten“ sei­nes Schwie­ger­va­ters Johann Spörl begeis­tert zu.

Heimatklänge

Hei­mat­klän­ge beim Fest­got­tes­dienst mit Bischof Prof. Dr. Rudolf Voder­hol­zer und bei der Groß­kund­ge­bung mit dem Schirm­her­ren, Minis­ter­prä­si­den­ten Dr. Mar­kus Söder.

Zum The­ma „Hei­mat im Her­zen Euro­pas“ sag­te Rudolf Voder­hol­zer: In sei­ner Vita gebe es meh­re­re Orte und Regio­nen, mit denen er Hei­mat ver­knüp­fe: Als Bischof sei natür­lich jetzt „Regens­burg mein Daheim“. Die „ver­lo­re­ne Hei­mat“ brin­ge Schmerz, Weh­mut und Trau­er mit sich: „Daher ist auch Böh­men ein Stück Hei­mat für mich“ – beson­ders Kladrau, die „Hei­mat mei­ner Mutter“ …

Regensburg – Patenstadt der Sudetendeutschen seit 1951 inmitten Europas: 

Die Regens­bur­ger Bür­ger­meis­te­rin Ger­trud Mal­tz-Schwarz­fi­scher begrüß­te die Sude­ten­deut­schen, die ihre Stadt „stark präg­ten“: „Wir sind Euro­pä­er.“
Auch die Schirm­herr­schafts­mi­nis­te­rin Kers­tin Schrey­er wür­dig­te Regens­burg als eine „Stadt mit euro­päi­scher Strahl­kraft, wo Ost und West zusam­men­fin­den und Brü­cken zu den Nach­barn gebaut wer­den“. Sie lob­te auch das Eger­land-Kul­tur­haus in Marktredwitz.

Für den frü­he­ren Schirm­her­ren und Karls­preis­trä­ger 2012, Dr.h.c. Horst See­hofer, Bun­des­mi­nis­ter des Innern, für Bau und Hei­mat war die Anwe­sen­heit zum „70. Sude­ten­deut­schen Tag – nach 30 Jah­ren ohne Eiser­nen Vor­hang“ ein „Her­zens­an­lie­gen“. Hei­mat sei auch „ein Gefühl des Ange­nom­men­seins“, daher gebe es „meh­re­re Hei­ma­ten“. Die „christ­lich gepräg­ten“ Sude­ten­deut­schen hät­ten als – „vier­ter Stamm“ – „in Bay­ern eine ‚neue Hei­mat‘ gefun­den“. Bay­ern und Sude­ten­deut­sche sei­en „Tief­wurz­ler, die sich nur schwer umwe­hen lie­ßen“.
Karls­preis­trä­ger See­hofer wür­dig­te die Hei­mat­ver­trie­be­nen als Brü­cken­bau­er inmit­ten Euro­pas: „Auch Bay­ern braucht euch für die Zukunft“!

Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe dankt Schirmherren:

Dr.h.c. Bernd Pos­selt: „Der Sude­ten­deut­sche Tag in Regens­burg wur­zelt in einer Geschich­te, die eben­falls ver­bin­det“. Von Regens­burg aus habe der Hei­li­ge Wolf­gang den Donau­raum chris­tia­ni­siert. In Regens­burg wur­den böh­mi­sche Fürs­ten getauft und sei heu­te Paten­stadt der Sude­ten­deut­schen, einer “vom euro­päi­schen Geist gepräg­te völ­ker­ver­bin­den­den Volks­grup­pe“: „Dabei hilft uns maß­ge­bend der Frei­staat Bay­ern durch sei­ne Schirm­herr­schaft“. Der böh­misch-bai­ri­sche Brü­cken­hei­li­ge Johan­nes von Nepo­muk ziert sym­bo­lisch auch das Fest­ab­zei­chen des Sude­ten­deut­schen Tages. 

Der tsche­chi­sche Kul­tur­mi­nis­ter Dani­el Her­man und der baye­ri­sche Kul­tus­mi­nis­ter Dr. Lud­wig Spa­en­le ver­ein­bar­ten sei­ner­zeit ein „grenz­über­schrei­ten­des Kul­tur­ab­kom­men“. Das „Haus der Baye­ri­schen Geschich­te“ unter­stützt von Regens­burg aus die „Grenz­über­schrei­ten­de Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egrens­sis“ und von Augs­burg aus die Baye­ri­sche Lan­des­aus­stel­lung 2020 in der „Bil­dungs­re­gi­on Wit­tels­bach­er­land“, in mei­ner „zwei­ten Heimat“…

Der Spre­cher Pos­selt zitier­te Vaclav Havel: „Euro­pa … muss eine Hei­mat der Hei­ma­ten wer­den“. Und mein­te schließ­lich: „Wir brau­chen ein star­kes Mit­tel­eu­ro­pa als Motor und als Klam­mer der Euro­päi­schen Einigung“.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder bei der Hauptkundgebung:

Wenn es je jeman­den gege­ben hat, der Brü­cken­bau­en, der euro­päi­sche Gedan­ken, der Ver­ge­bung im Vor­der­grund hat­te, der Opti­mis­mus gezeigt hat, dann sind es die Sude­ten­deut­schen“ … „Ohne Ihren Fleiß, ohne Ihre Tat­kraft wäre Bay­ern nicht dahin gekom­men, wo es heu­te steht … „ Herz­li­ches Dan­ke­schön für die­se groß­ar­ti­ge Leistung!“
„ … trotz eines schwe­ren Schick­sals sei Ihr Ziel nicht Revan­che, son­dern Frie­den und Völ­ker­ver­stän­di­gung in Euro­pa: … „Dies ist eine Leis­tung, die jeden Frie­dens­no­bel­preis wert wäre“. Das „Sude­ten­deut­sche Muse­um“ in Mün­chen sei des­we­gen wich­tig, weil es „das kol­lek­ti­ve Gedächt­nis von Men­schen prägt“.

Botschafter der Tschechischen Republik in Deutschland Tomáš Podivínský:

Die Über­win­dung die­ser Feind­schaft und Ent­frem­dung der zwei unter­schied­li­chen Wel­ten ver­lang­te auf bei­den Sei­ten des lang­sam und müh­sam ver­schwin­den­den Eiser­nen Vor­han­ges nicht nur viel Mut und Kraft, son­dern auch viel Tole­ranz, Selbstent­äu­ße­rung und einen sehr wei­ten Blick nach vorn.“ … „Ich bin fel­sen­fest über­zeugt: Es liegt eine gute, gemein­sa­me Zukunft vor uns!“
Tsche­chi­scher Ehren­gast war auch der ehe­ma­li­ge Kul­tur­mi­nis­ter Dani­el Herman.

Erinnerung hat Zukunft:

Beim Sude­ten­deut­schen Tag in Regens­burg ver­an­stal­te­te der „Arbeits­kreis Eger­län­der Kul­tur­schaf­fen­der AEK e.V. eine Mit­glie­der­ver­samm­lung: Ich wur­de Ehren­mit­glied. Mei­ne AEK-Stu­di­en­rei­he „Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis“ baut Bil­dungs­brü­cken zwi­schen Bay­ern und Böh­men.
Das CENTRUM BAVARIA BOHEMIA (CeBB) in Schön­see, in mei­ner „grenz­über­grei­fen­den Geburts­hei­mat, betreu­te auch die Doku­men­ta­ti­on „700 Jah­re Kai­ser Karl IV.“ zur „Baye­risch-Tsche­chi­schen Lan­des­aus­stel­lung 2016: „Gol­de­ne Stra­ße Prag - Nürn­berg“. Die­ses kul­tus­mi­nis­te­ri­ell geneh­mig­te Insti­tut baut auch wei­ter­hin Bil­dungs­brü­cken durch den „Böh­mi­schen Wald / Čes­ký Les und ist auch mit mei­ner Home­page www.waldemar-nowey.de ver­linkt. Beim Sude­ten­deut­schen Tag 2018 in Augs­burg über­reich­te ich dem Schirm­herrn Dr. Mar­kus Schrö­der eine gedruck­te Aus­ga­be mei­nes E-Books: 700 Jah­re Kai­ser Karl IV. – „Neu­böh­men“ und „Gol­de­ne Stra­ße“ in der grenz­über­schrei­ten­den Bil­dungs­re­gi­on „Eure­gio Egrensis“. 

In Schütt­wa - in mei­nem Hei­mat­kreis Bischoft­e­i­nitz – wur­de Johan­nes von Schütt­wa / Tepl / Saaz gebo­ren. An sei­nem Geburts­ort wur­de von ver­trie­be­nen Deut­schen und Tsche­chen ein Denk­mal errich­tet. Im Geis­te des „Codex Tep­le­n­sis“ möge sich auch die „Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis“ wei­ter­hin entwickeln.

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