Kirche in der Großstadt – Herausforderungen für die Pastoral in Ost und West

Persönliche Bezüge zur Thematik

Mein klei­ner Geburts­ort Neu­bäu im baye­risch-böh­mi­schen Grenz­ge­biet hat­te eine zwei­klas­si­ge Volks­schu­le und auch eine St.Georgs-Dorfkirche, von der Aus­wan­de­rer­fa­mi­lie Rebit­zer in Ame­ri­ka gestif­tet und 1913 ein­ge­weiht. Baron Kotz aus Hei­li­gen­kreuz spen­de­te das Bau­holz und der habs­bur­gi­sche Kai­ser Franz Josef 400 Kro­nen.
Zu jedem Kirch­weih­fest kam der Pfar­rer unse­rer klein­räum­lich über­schau­ba­ren Pfar­rei Hei­li­gen­kreuz. Bis zur Ver­trei­bung besuch­ten Neu­bäu­er auch Kir­chen in benach­bar­ten Orten der Ober­pfalz. Der Eiser­ne Vor­hang durch­schnitt aber auch das jahr­hun­der­te­al­te „grenz­über­schrei­ten­de kirch­li­che Leben“.

In fünf­jäh­ri­ger kau­ka­si­scher Kriegs­ge­fan­gen­schaft half ich beim Stra­ßen-, Häu­ser- und Brü­cken­bau auch in geor­gi­schen und aser­bai­dscha­ni­schen Indus­trie­zen­tren. Zwi­schen Tif­lis und Baku ent­stand der Kura-Stau­see und Min­ge­t­schaur, die nun viert­größ­te Stadt Aser­bai­dschans.
Auch zer­bomb­te deut­sche Groß­städ­te wur­den wie­der auf­ge­baut. Zwi­schen Augs­burg und Mün­chen kehr­te ich 1950 zu mei­ner ver­trie­be­nen Fami­lie in das „Wit­tels­bach­er­land“ - in mei­ne „zwei­te Hei­mat zwi­schen Bal­lungs­räu­men“ - heim.
Die Baye­ri­sche Lan­des­aus­stel­lung 2020 „Stadt befreit - im Wit­tels­bach­er­land“ erin­nert bei­spiel­haft an die „Wit­tels­ba­cher Grün­der­städ­te“ Aich­ach und Fried­berg sowie an den Markt Mering an der Paar. Von der Paar­mün­dung aus, durch den Bai­ri­schen Nord­gau chris­tia­ni­sier­te und kul­ti­vier­te Mark­graf Die­pold III. von Voh­burg auch die „Regio Ege­re“. Mit „sei­nem ers­ten Schwie­ger­sohn“ Kai­ser Bar­ba­ros­sa grün­de­te er im 12.Jahrhundert die „Burg­stadt Eger“.
Als „Augs­bur­ger Diö­ze­san­rat“ und „Mit­glied des Lan­des­ko­mi­tees der Katho­li­ken“ in Mün­chen beschrieb ich die Urba­ni­sie­rung und Fol­ge­run­gen für die Pas­to­ral in der Tri­lo­gie: „Glau­be und Kirch­lich­keit“ (1975), „Her­aus­for­de­run­gen an die Kir­che“ (1980) und „Über die Kir­chen­tü­re hin­aus“ (1987):

Die „Bis­tums­wall­fahrt zur Tau­send­jahr­fei­er der Chris­tia­ni­sie­rung Russ­lands“ doku­men­tier­te ich in: „Als Woj­na-Ple­ny-Pil­ger (Kriegs­ge­fan­ger­pil­ger) durch das hei­li­ge Russ­land“ (1988). Wir „erleb­ten“ Kir­che, auch in rus­si­schen Groß­stä­den: in Lem­berg, Kiew und Mos­kau.
Als baye­ri­scher Bil­dungs­for­scher aus dem Eger­land publi­zier­te ich 1991 die Pilot­stu­die: „Bil­dungs­re­gi­on der offe­nen Gren­zen inmit­ten Euro­pas“, auch für ein „inter­na­tio­na­les Sym­po­si­on“ an der Wirt­schafts­fa­kul­tät der Uni­ver­si­tät Plzeñ/Pilsen in Cheb/Eger 1994.

Die „AEK-Stu­di­en­rei­he Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis“ stellt Ent­wick­lun­gen des klein­räum­li­chen Bil­dungs­ver­hal­tens und die sozio­öko­no­mi­schen Bedin­gungs­fak­to­ren durch den SBBS-Index signi­fi­kant dar. Lang­zeit­stu­di­en bele­gen seit der Gebiets- und Schul­re­form in Bay­ern 1972 auch das ver­än­der­te Bil­dungs­ver­hal­ten in Groß­städ­ten.
Auch dar­über berich­te­te ich bei den jähr­li­chen „Inter­na­tio­na­len Kon­gres­sen Renova­bis“ (sie­he auch: Bei­trag zum 18. Inter­na­tio­na­ler Kon­gress Renova­bis in Frei­sing 2015 ).

Kirche in der Großstadt beim 23. Internationalen Kongress Renovabis in München

Der Kon­gress ana­ly­sier­te die erheb­li­chen Ver­än­de­run­gen der kirch­li­chen Land­schaft in Mit­tel- und Ost­eu­ro­pa im 20. Jahr­hun­dert. Indus­tria­li­sie­rung und Land­flucht ver­än­der­ten die her­kömm­li­chen Pfar­rei­struk­tu­ren auf dem Lan­de. Es ent­stan­den Groß­städ­te mit neu­en Kir­chen­struk­tu­ren und eine „umwäl­zen­de Groß­stadt­pas­to­ral“.
Dik­ta­tu­ren, Krieg und Ver­trei­bung ver­än­der­ten auch groß­städ­ti­sche Kir­chen­struk­tu­ren tief­grei­fend, zumal in Mit­tel- und Ost­eu­ro­pa. Säku­la­ri­sie­rung for­dert ins­be­son­de­re die Seel­sor­ge in Groß­städ­ten fun­da­men­tal her­aus. Wie dar­auf dort Kir­chen schon reagier­ten, wur­de in Vor­trä­gen, Podi­en und Arbeits­grup­pen aus­führ­lich dis­ku­tiert. Erfah­run­gen in Ost und West wur­den ver­gli­chen, um dar­aus auch neue „Ansät­ze“ zu ent­wi­ckeln.

Kir­che fin­det Stadt“, auch in der baye­ri­schen Metro­po­le Mün­chen, wo Haupt­ge­schäfts­füh­rer Pfar­rer Dr. Chris­ti­an Hartl den „Renova­bis­kon­gress 2019“ eröff­ne­te:
„Sich auf den Weg in die Stadt machen: suchend, fra­gend, zuhö­rend, sich infor­mie­rend und reflek­tie­rend und betend“. Ein­rich­tun­gen der Groß­stadt­seel­sor­ge in Mün­chen wur­den besucht. Erz­bi­schof Dr. Hei­ner Koch berich­te­te auch über die Groß­stadt­pas­to­ral in der Bun­des­haupt­stadt Ber­lin: „Nicht war­ten, bis die Leu­te zu uns kom­men, son­dern hin­ge­hen zu ihnen“.

Dr. Hartl war Augs­bur­ger Dom­vi­kar und Regens im Augs­bur­ger Pries­ter­se­mi­nar. Er kann pas­to­ra­le Ent­wick­lun­gen in den baye­ri­schen Groß­städ­ten Augs­burg und Mün­chen kom­pe­tent und über­zeu­gend ver­glei­chen.
Refe­ra­te vor über 200 Teilnehmer(innen) aus rund 30 Län­dern ver­mit­tel­ten die Viel­falt urba­ni­tä­rer Ent­wick­lun­gen welt­weit. Dabei kamen per­sön­li­che Erfah­run­gen und Bio­gra­fi­en der Refe­ren­tin­nen und Refe­ren­ten zur Gel­tung, auch beim Publi­kum. Zusam­men­hän­ge des kirch­li­chen Lebens mit jewei­li­gen regio­na­len Groß­stadt­kul­tu­ren wur­den ver­deut­licht.

Kultur der Großstadt im Wandel

Auch ich ver­folg­te die Refe­ra­te mit per­sön­li­chen Bezü­gen zu Groß­städ­ten aus eige­nen Erfah­run­gen mit gro­ßem Inter­es­se. Tief beein­druck­te mich der Vor­trag von Micha­el Stara­vič aus Wien, der eins­ti­gen Metro­po­le der Öste­rei­chisch-Unga­ri­schen Mon­ar­chie. 1918 wur­den Böh­men, Mäh­ren und Slo­wa­kei zur Tsche­cho­slo­wa­ki­schen Repu­blik, wo ich 1927 im Böh­mer­wald und Micha­el Stara­vič 1972 in Brünn/Brno gebo­ren wur­den.
Ich erleb­te das Kriegs­en­de 1945 in der Haupt­stadt Prag / Praha, wo spä­ter der Refe­rent als Kind sei­ne Groß­mutter besuch­te. Als Sie­ben­jäh­ri­ger kam er dann 1979 von der Indus­trie­stadt Brünn/Brno nach Wien, wo er auch Bohe­mis­tik stu­dier­te. Er wur­de Sekre­tär des tsche­chi­schen Bot­schaf­ters a. D. Jiři Gruša.

Großstadtkulturen in Prag/Praha, Brünn/Brno und Wien

Der öster­rei­chisch-tsche­chi­sche Schrift­stel­ler Micha­el Stara­vič wuchs zwei­spra­chig auf und plub­li­zier­te – wie ich – auch bio­gra­fi­sche E-Books. In Ame­ri­ka sei er Euro­pä­er, in Eng­land Mit­tel­eu­ro­pä­er und in Tsche­chi­en Öster­rei­cher. Er berich­te­te kom­pe­tent über kul­tu­rel­le Ent­wick­lun­gen in den mit­tel­eu­ro­päi­schen Groß­städ­ten Prag/Praha, Brünn/Brno und Wien seit den sieb­zi­ger Jah­ren des vori­gen Jahr­hun­derts:
Prag/Praha habe eine „tsche­chi­sche, jüdi­sche und deut­sche Sub­stanz“. Es habe einen „geheim­nis­vol­len Charme“ und wer­de „von Tou­ris­ten úber­rannt“. Man höre auch noch von Ernst Mosch und sei­nen „Ori­gi­nal Eger­län­der Musi­kan­ten“. Böh­men war „Heim der Bojer“, ety­mo­lo­gisch ver­wandt mit „Bai­ern“. „Wit­tels­ba­cher“ und „Habs­bur­ger“ präg­ten auch das Eger­land kul­tu­rell.
Der Refe­rent ver­an­schau­lich­te „Kul­tur im heu­ti­gen Brno / Brünn“ als einer gro­ßen Indus­trie- und Mes­se­stadt“. Tou­ris­ten über­blick­ten die mäh­ri­sche Metro­po­le von der „Barock­fes­tung Spiel­berg / špil­berk“ aus. An ihr vor­bei – wur­den wir Kriegs­ge­fan­ge­ne 1945 zum „Ver­la­de­bahn­hof“ getrie­ben.

Von Prag aus erlitt ich mit tau­sen­den Mit­ge­fan­ge­nen 1945 den „Todes­marsch nach Brünn“. Von Brünn aus wur­de auch ich in Vieh­wag­gons über Wien nach Kon­stan­za ver­schleppt. Im Schwar­zen Meer brach­te mich das rumä­ni­schen Schiff „Trans­syl­va­nia“ in eine „fünf­jäh­ri­ge kau­ka­si­sche Kriegs­ge­fan­gen­schaft“. Das kul­tu­rel­le Leben in den damals rus­si­schen Groß­städ­ten Suchu­mi, Tif­lis und Baku konn­te ich nur durch Sta­chel­draht­zäu­ne „beob­ach­ten“ und erspü­ren.
Auf „Zement­sack­pa­pier“ schrieb ich Hei­mat­ge­dich­te, die ich Mit­ge­fan­ge­nen auf den Lager­plät­zen vor­trug. In einer Baku­er Bara­cke „zele­brier­te“ ein­mal ein mit­ge­fan­ge­ner Pfar­rer aus der Diö­ze­se Regens­burg „not­dürf­tig“ einen Got­tes­dienst“. Vom Arme­ni­schen Hoch­land aus sah ich den „bibli­schen Berg“ Ara­rat, auf dem Noah von Gott geret­tet wur­de (Gen 8,4 EU). In dunk­len Bara­cken bete­te ich täg­lich zu Gott um bal­di­ge Heim­kehr.

Wiedergutmachung und Renovabis in Transkaukasien

Der Russ­land­feld­zug des Zwei­ten Welt­krie­ges ende­te in Sta­lin­grad. Deut­sche Sol­da­ten soll­ten das Ölge­biet um Baku erobern, besetz­ten aber nur kurz­zei­tig den Elbrus. Die Kriegs­grä­ber­stät­te im nord­kau­ka­si­schen Apsche­ron erin­nert an tau­sen­de Gefal­le­ne. Sie­he mein E-Book: „Kriegs­grä­ber mah­nen zum Frie­den und erin­nern an Krieg - Ver­trei­bung-Gefan­gen­schaft - Heim­kehr“ ( nach Klick auf das fol­gen­de Buch­ti­tel­blatt voll­in­halt­lich abruf­bar! ) .
Als einer der jüngs­ten Kriegs­ge­fan­ge­nen leis­te­te auch ich von 1945 bis 1950 „Wie­der­gut­ma­chung“ in Trans­kau­ka­si­en. 1988 wall­fahr­te­te ich unter 99 Chris­ten aus der Diö­ze­se Augs­burg mit Bischof Dr. Joseph Stimpf­le zur Tau­send­jahr­fei­er der Chris­tia­ni­sie­rung: „Als Woj­na Ple­ny-Pil­ger (Kriegs­ge­fan­ge­nen­pil­ger) durch das Hei­li­ge Russ­land“ (Link zum Buch) .
Wir Kriegs­ge­fan­ge­ne bau­ten Stra­ßen und Häu­ser in Suchu­mi, Tif­lis und Baku. Brü­cken­bau­ten über die Kura soll­ten auch „frie­den­stif­ten­de Mahn­ma­le“ sein.

Renovabis unterstützt die Caritas in Transkaukasien

Dazu berich­te­te die Cari­tas-Direk­to­rin Ana­hit Mkho­yan aus Tif­lis beim Renova­bis Kon­gress in Mün­chen. Das dor­ti­ge „Haus der Cari­tas“ sei eine Begeg­nungs­stät­te für Jung und Alt. Im „Kin­der- und Jugend­zen­trum“ wer­den vie­le ver­arm­te Jugend­li­che geför­dert. Das „Senio­ren­zen­trum“ ver­sorgt behin­der­te älte­re Men­schen. Renova­bis bat um „Hil­fe für pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen in Geo­gi­en“. Dafür bedank­te sich Pfar­rer Dr. Hartl brief­lich, auch für mei­ne Spen­de.

Kirchliche Herausforderungen in tschechischen Großstädten

Tsche­chi­sche Groß­städ­te sind Praha/Prag, Brno/Brünn, Ostrava/Ostrau, Plzeñ/Pilsen, Liberec/Reichenberg und Olmouc/Olmütz.
Bischof Dr. Tomáš Holub aus Plzeñ/Pilsen nann­te „Fan­ta­sie und eine per­sön­li­che Bezie­hung zu Chris­tus“ als Vor­aus­set­zung für Groß­stadt­pas­to­ral. In sei­nem „Eger­land­bis­tum“ liegt die Groß­stadt Plzeñ/Pilsen mit rund 170.000 Einwohner(innen). Es gibt vie­le Klein­städ­te (unter 50.000 Einwohner/innen), wobei die Städ­te im Bäder­drei­eck um Cheb/Eger vie­le Tou­ris­ten und Kur­gäs­te aus aller Welt auf­neh­men. Dies erfor­dert eine „fle­xi­ble Kur­stadt­pa­s­o­ral“.
Das süd­li­che Eger­land des nörd­li­chen Böh­mer­wal­des – jetzt čes­ký les: Böh­mi­scher bzw. Ober­pfäl­zer Wald – waren und sind länd­lich geprägt. Nach der Ver­trei­bung der Deut­schen zogen vie­le Men­schen aus öst­li­chen Regio­nen der Tsche­cho­slo­wa­ki­schen Repu­blik zu. Ent­lang des Eiser­nen Vor­han­ges wur­den vie­le Dör­fer, Schu­len und Kir­chen zer­stört. Der Kir­chen­be­such ist mini­mal. Ver­trie­be­ne Eger­län­der und Böh­mer­wäld­ler kom­men zu „Erin­ne­rungs-Got­tes­diens­ten“ in Kir­chen­rui­nen und/oder in schon reno­vier­te Kir­chen.

Bischof Dr.Holub hielt am 16.06.2017 in mei­ner Tauf­kir­che in Heil­gen­kreuz eine Pon­ti­fi­kal­mes­se. Sein Vor­gän­ger, Bischof eme­ri­tus Fran­tíšek Rad­kovs­ký, tat dies am 21.06.2019. Nach Fried­hofs­be­su­chen begeg­ne­ten sich alle Teilnehmer(innen) unter einem Zelt­dach. Gesprä­che erin­ner­ten an das kirch­li­che Leben vor und nach der Ver­trei­bung und „blick­ten sor­gen- und/oder hoff­nungs­voll­voll“ in die Zukunft. Die Home­page www.heiligenkreuz-haselberg.de berich­tet aus­führ­lich unter „Aktu­el­le Mel­dun­gen“.
Bei­de „Pils­ner Bischö­fe“ besu­chen auch „Sude­ten­deut­schen Tage“ (Link zum Bei­trag vom 3. Juni 2017): Rad­kovs­ký war 2017 Haupt­ze­le­brant beim ST in Augs­burg. Aus Augs­burg kam der ver­stor­be­ne „Regens­bur­ger Bischof“ Man­fred Mül­ler, der das neue „Eger­land­bis­tum Plzeñ/Pilsen“ unter­stütz­te und gemein­sam mit dem „Grün­dungs­bi­schof“ Rad­kovs­ký för­der­te.
Der aus Kladrau/Kladruby stam­men­de jet­zi­ge Regens­bur­ger Bischof Dr. Rudolf Voder­hol­zer kon­ze­le­brier­te fei­er­lich mit dem neu­en Pils­ner Bischof Msgr. Dr. Tomáš Holub und mit rund 200 Pilger(innen) aus Bay­ern und Böh­men am 26.09.2019 in Maria Kulm im Eger­land einen Pon­ti­fi­k­al­got­tes­dienst.
Das „Eger­land­bis­tum Plzeñ/Pilsen“ wird zu einem „christ­li­chen Fun­da­ment der grenz­über­schrei­ten­den Bil­dungs­re­gi­on Eure­gio Egren­sis“ – im „Her­zen“ eines fried­lich ver­ein­ten Euro­pas.

Aus dem Abschlussstatement von Erzbischof Dr. Ludwig Schick aus Bamberg, Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz

Welt­kir­che der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz:
Renova­bis habe in 25 Jah­ren in Euro­pa zur „Ein­heit und Frie­den, Ent­wick­lung und Fort­schritt im Geis­te Jesu Chris­ti und sei­ner Bot­schaft“ bei­getra­gen. Für die „Pas­to­ral in der Groß­stadt“ tau­ge die „Insti­tu­ti­on Kir­che“ nicht sehr. „Chris­ten­ge­mein­schaf­ten“ sei­en als „Volk Got­tes unter­wegs“ gefor­dert. Der Christ in der Groß­stadt sei „mehr sozi­al und weni­ger lit­ur­gisch, mehr cari­ta­tiv und weni­ger sakra­men­tal, mehr welt­kirch­lich und weni­ger pfarr­kirch­lich etc.“.
Aus „welt­kirch­li­cher Sicht“ sei „nicht Säku­la­ri­sie­rung, son­dern Par­al­le­li­sie­rung der Reli­gio­nen“ abseh­bar. „Öku­me­ni­scher Dia­log“ und „inter­re­li­giö­ser Dis­kurs“ sei­en erfor­der­lich:
The­men für den nächs­ten Inter­na­tio­na­len Kon­gress Renova­bis vom 9. – 11. Sep­tem­ber 2020 in Mün­chen!